Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum sinuatum
Auch bekannt als: Taraxacum sinuatum
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Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
An den tief buchtig eingeschnittenen Blättern lässt sich der Buchtige Löwenzahn (Taraxacum sinuatum) sofort erkennen. Er ist eine wertvolle Bereicherung für naturnahe Gärten und dient als spezialisierte Nahrungsquelle für bedrohte Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe). Mit seiner frühen Blüte füllt er eine wichtige Lücke im Kalender unserer heimischen Bestäuber. Da er in der Natur eher selten vorkommt, leistest du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum lokalen Artenschutz. Gib ihm einen sonnigen Platz und beobachte, wie dein Garten für seltene Falter zum Anziehungspunkt wird.
Exklusiver Nektar-Hotspot für seltene Scheckenfalter und frühe Wildbienen.
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Diese Pflanze ist eine Schlüsselart für diverse Schmetterlinge, wie aktuelle Bestäubungsdaten belegen. Besonders Scheckenfalter-Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), Melitaea ornata und Melitaea varia nutzen den Nektar intensiv. Auch der Spanische Maivogel (Euphydryas desfontainii) und der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) gehören zu den regelmäßigen Besuchern der gelben Korbblüten. Da die Blütezeit bereits im April beginnt, ist der Buchtige Löwenzahn eine überlebenswichtige erste Tankstelle nach dem Winter. Die Samenreife im Frühsommer bietet zudem eine frühe Nahrungsquelle für kleine Singvögel.
Der Buchtige Löwenzahn wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie bei vielen Löwenzahnarten kann der weiße Milchsaft bei Hautkontakt Reizungen verursachen oder bei Verzehr größerer Mengen zu Unwohlsein führen. Im Falle einer Aufnahme oder bei Hautreaktionen kontaktieren Sie bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
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Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Mediterranean
Pflanzzeit im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht für die Blütenbildung benötigt.
Der Boden sollte durchlässig und eher mager (nährstoffarm) sein; schwere Böden mit Sand oder Kies auflockern.
Achte auf eine gute Drainage, um Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) zu vermeiden.
Ein Pflanzabstand von etwa 20 Zentimetern ist ideal, damit sich die Rosetten gut ausbreiten können.
Die Pflanze geht eine AM-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln) ein, was ihre Widerstandskraft fördert.
Pflegeaufwand ist minimal: Welke Blätter können im Frühjahr entfernt werden, ein Rückschnitt ist nicht nötig.
Gute Partnerin: Die Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, trockene Plätze und ergänzt die Blütezeit perfekt.
Der Buchtige Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asterales. Die Art wird als Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Pflanzenart) eingestuft und stammt ursprünglich aus der Region Spanien. Er besiedelt bevorzugt trocken-warme Standorte und Magerwiesen (nährstoffarme, sonnige Grasflächen). Charakteristisch ist die grundständige Blattrosette mit den markant geschwungenen Blatträndern. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Löwenzahn ist er deutlich stärker an trockene Lebensräume angepasst und zeigt eine spezialisierte ökologische Nische.
2 Videos zu Buchtiger Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →