Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum udum
Auch bekannt als: Taraxacum udum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den schmalen, tief eingeschnittenen Blättern und den goldgelben Korbblüten lässt sich der Flutrasen-Löwenzahn (Taraxacum udum) sofort erkennen. Er ist weit mehr als nur ein „Unkraut“: Als Bewohner feuchter Wiesen ist er in unserer Region stark gefährdet und steht auf der Roten Liste. Für seltene Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) ist er eine lebenswichtige Nahrungsquelle. Da er eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM – eine nützliche Pilz-Wurzel-Symbiose) eingeht, verbessert er zudem die Bodenstruktur in deinem Garten. Wenn du eine feuchte Ecke hast, kannst du mit dieser seltenen Art einen echten Beitrag zum Artenschutz leisten.
Rote-Liste-Schatz für nasse Füße: Rettungsinsel für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Flutrasen-Löwenzahn eine Schlüsselpflanze für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea aetherie) nutzen ihn intensiv als Nektarquelle. Auch Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) besuchen die energiereichen Blüten. Die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) im Wurzelsystem fördert das Bodenleben und den Nährstoffaustausch mit benachbarten Pflanzen. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände zudem als kleine Kraftpakete für heimische Vögel, die in der kalten Jahreszeit nach Sämereien suchen.
Achtung: Der Flutrasen-Löwenzahn ist nicht als kindersicher eingestuft. Wie alle Löwenzahn-Arten enthält er in den Stängeln und Blättern einen weißen Milchsaft (Latex), der bei Kontakt zu Hautreizungen oder bei Verzehr größerer Mengen zu Magen-Darm-Beschwerden führen kann. Er sollte daher außerhalb der direkten Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Mediterranean
Damit der Flutrasen-Löwenzahn bei dir gedeiht, braucht er einen Platz, der dem Ellenberg-Feuchtewert 7 bis 8 entspricht – das bedeutet, der Boden sollte dauerhaft feucht sein oder sogar zeitweise unter Wasser stehen. * Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit schwerem, nährstoffreichem Boden. * Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Bodenfrost herrscht. * Achte darauf, dass die Erde niemals ganz austrocknet, besonders in heißen Sommern. * Eine Vermehrung erfolgt am einfachsten über die Flugsamen, die du im Juni absammeln und direkt an feuchten Stellen aussäen kannst. * Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die verblühten Stängel stehen, damit die Samen ausreifen können. * Da die Pflanze eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen eingeht, solltest du auf mineralischen Kunstdünger verzichten. * Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – beide Arten lieben nasse Füße und ergänzen sich im Frühjahr wunderbar in ihrer Leuchtkraft.
Der Flutrasen-Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Er gilt als Indigen (alteingesessen) oder Archäophyt (vor 1492 eingewandert) und ist in Deutschland auf der Roten Liste Stufe 2 als stark gefährdet eingestuft. Er besiedelt bevorzugt Flutrasen (periodisch überschwemmte, nährstoffreiche Wiesen) und feuchte Senken. Morphologisch unterscheidet er sich vom gewöhnlichen Löwenzahn durch seine Anpassung an wechselfeuchte Standorte und spezifische Merkmale der Hüllblätter, die den Blütenkorb umschließen.
2 Videos zu Flutrasen-Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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