Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum undulatum
Auch bekannt als: Taraxacum undulatum
An den charakteristisch wellig geschwungenen Blatträndern lässt sich der Wellenblättrige Löwenzahn (Taraxacum undulatum) sofort erkennen. Diese seltene Art ist ein wertvoller Schatz für deinen Naturgarten, da sie in Deutschland bereits auf der Roten Liste geführt wird. Durch ihre Pfahlwurzel lockert sie den Boden tiefgründig auf und geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine lebensnotwendige Symbiose mit Nutzpizzen) ein, was die Bodenbiologie nachhaltig stärkt. Da die Bestände in der freien Natur zurückgehen, leistest du mit der gezielten Ansiedlung dieser heimischen Pflanze einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Wenn du ein Auge für die feinen Unterschiede in der Wiese hast, wirst du an diesem Spezialisten viel Freude haben. Du machst alles richtig, wenn du diesem seltenen Wildkraut einen dauerhaften Platz in deinem Garten einräumst.
Rarität im Rasen: Schütze den gefährdeten Wellenblatt-Löwenzahn in deinem Garten.
Der ökologische Wert dieser Art liegt in ihrer Funktion als Bodenverbesserer und ihrer Rolle im Mykorrhiza-Netzwerk (Geflecht aus Pilzfäden im Boden). Nach aktuellen Daten geht sie eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) ein, die den Nährstoffkreislauf im Garten fördert. Da die Art auf der Roten Liste in Deutschland steht, sichert ihre Kultivierung das Überleben seltener genetischer Linien. In einem naturnahen Garten dient sie als Teil der heimischen Flora und stabilisiert das lokale Ökosystem. Auch ohne spezifische Bestäubungsdaten für diese Unterart ist davon auszugehen, dass sie als heimische Blühpflanze eine Rolle im Nahrungsnetz spielt. Die Pfahlwurzel erschließt tiefere Bodenschichten und macht Nährstoffe für andere Pflanzen verfügbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Mediterranean
Wähle für den Wellenblättrigen Löwenzahn einen Platz in der vollen Sonne aus.
Der Boden sollte frisch sein, was einer mäßigen Feuchtigkeit entspricht, wie man sie in normaler, tiefgründiger Gartenerde findet.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) benötigt er keinen zusätzlichen Dünger.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern der Boden offen ist.
Achte beim Einsetzen darauf, die Pfahlwurzel nicht zu knicken.
Da die Pflanze eine Symbiose mit Bodenpilzen eingeht, ist der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel besonders wichtig.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die flugfähigen Samen nach der Blütezeit.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze als bodennahe Rosette überwintert.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) - beide teilen ähnliche Ansprüche an Licht und Bodenfeuchte.
Diese Kombination wirkt ökologisch stimmig, da beide Arten typische Vertreter heimischer Wiesenstandorte sind.
Der Wellenblättrige Löwenzahn (Taraxacum undulatum) ist ein Vertreter der Korbblütler (Asteraceae). Er gilt in unserer Region als indigen (ursprünglich heimisch) und ist morphologisch durch seine stark undulierten (gewellten) Blattränder gut von anderen Löwenzahn-Arten abgrenzbar. Die Pflanze ist ein ausdauerndes Kraut, das vor allem auf frischen Standorten vorkommt. Trotz seiner nahen Verwandtschaft zum Gemeinen Löwenzahn ist er wesentlich seltener und ökologisch spezialisierter, was ihn zu einem wichtigen Zeiger für die regionale Biodiversität macht.
2 Videos zu Wellenblättriger Löwenzahn


•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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