Bild folgtKI-generierte IllustrationTarentola delalandii
Auch bekannt als: Kanarengecko, Kanarischer Mauergecko
Der Kanarische Mauergecko (Tarentola delalandii) ist ein flinker Kletterkünstler mit auffälligen Haftscheiben an den Zehenspitzen, die ihm das Laufen an glatten Wänden ermöglichen. In unseren Breiten begegnest du diesem Tier nur sehr selten, da es ursprünglich auf den Kanarischen Inseln beheimatet ist und hier meist nur als Irrgast auftaucht. Diese Echsen sind dämmerungs- und nachtaktiv (während der Übergangszeit vom Tag zur Nacht tätig). Sie verbringen den Tag meist in schmalen Spalten, hinter Baumrinde oder in Mauerritzen, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Als Insektenfresser ernähren sie sich von einer Vielzahl kleiner Wirbelloser (Tiere ohne Rückgrat), was sie zu nützlichen Mitbewohnern im Garten macht. Sie regulieren die Bestände von Fliegen, Nachtfaltern und anderen kleinen Kerbtieren auf ganz natürliche Weise. Wenn du solch einen Gast entdeckst, solltest du ihm vor allem Ruhe und ungestörte Rückzugsorte wie Trockenmauern oder Steinhaufen bieten. Da keine spezifischen Pflanzenbeziehungen für diese Art bekannt sind, profitiert das Tier allgemein von einem naturnahen Garten mit hoher Insektenvielfalt. Achte darauf, keine Pestizide (chemische Schädlingsbekämpfungsmittel) einzusetzen, um seine Nahrungsgrundlage nicht zu gefährden. Ein warmer, sonnenexponierter Platz für die Tagesruhe unterstützt die wechselwarmen (die Körpertemperatur der Umgebung anpassenden) Tiere bei ihrer Verdauung.
Der Kanarische Mauergecko ist für den Menschen vollkommen harmlos und besitzt kein Gift. Er steht unter internationalem Artenschutz, weshalb die Tiere weder gefangen noch gestört werden dürfen. Bei Gefahr werfen sie ihren Schwanz ab, was ein natürlicher Schutzmechanismus ist.
Diese Art gehört zur Familie der Blattfingergeckos (Phyllodactylidae) innerhalb der Gattung der Mauergeckos (Tarentola). Sie ist ein Endemit (nur in einem eng begrenzten Gebiet vorkommend) der Inseln Teneriffa und La Palma, wird jedoch gelegentlich durch Warenströme verschleppt. Die Tiere bewohnen bevorzugt felsige Habitate (Lebensräume) und menschliche Siedlungsbereiche. Ihre Lebensweise ist stark an vertikale Strukturen angepasst, wobei sie von ihrer Regenerationsfähigkeit (Fähigkeit zum Nachwachsen von Körperteilen) profitieren.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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