Bild folgtKI-generierte IllustrationTarentola gomerensis
Auch bekannt als: Gomera-Gecko
Der Gomera-Mauergecko (Tarentola gomerensis) ist ein flinkes Reptil, das sich durch seine spezialisierten Haftorgane an den Zehen auszeichnet. In Deinem Garten bevorzugt er warme, trockene Steinmauern und Felsritzen, die ihm sowohl Schutz als auch Sonnenplätze bieten. Seine Ernährung besteht allgemein aus einer Vielzahl von Insekten und anderen wirbellosen Kleintieren, die er vorwiegend in der Dämmerung erbeutet. Als nützlicher Insektenfresser trägt er dazu bei, das ökologische Gleichgewicht in Deinem grünen Rückzugsort zu bewahren. Du kannst ihn wirkungsvoll unterstützen, indem Du Steinhaufen oder Trockenmauern anlegst, die nicht mit Mörtel verfugt sind. Er ist ein eher heimlicher Gast, der die Nähe zu Gebäuden nicht scheut, solange er ausreichend Versteckmöglichkeiten findet. Da keine Bindung an spezifische Gewächse vorliegt, ist ein abwechslungsreicher Garten mit vielen Kleinstrukturen ideal für seine Lebensweise. Achte darauf, dass er in Deinem Garten ungestörte Bereiche findet, in denen er seiner Jagd nachgehen kann. Seine Anwesenheit bereichert die Artenvielfalt und zeigt, dass Dein Außenbereich ein wertvolles Biotop (Lebensraum einer Lebensgemeinschaft) darstellt.
Der Gecko ist für Menschen und Haustiere absolut harmlos, da er weder giftig noch aggressiv ist. Er flüchtet bei Störung sofort in die nächste Spalte und sollte niemals eingefangen oder bedrängt werden. Da alle europäischen Reptilien unter allgemeinem Schutz stehen, ist es am besten, das Tier lediglich aus der Distanz zu beobachten.
Taxonomisch gehört diese Art zur Familie der Blattfingergeckos (Phyllodactylidae) innerhalb der Gattung der Mauergeckos (Tarentola). Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet ist auf die Kanareninsel La Gomera beschränkt, was sie zu einem Endemiten (nur in einem eng begrenzten Gebiet vorkommend) macht. In Mitteleuropa tritt sie nur sehr selten als durch den Reiseverkehr verschleppter Gast auf und ist auf wintermilde Nischen angewiesen. Die Lebensweise ist stark an vertikale Strukturen gebunden, auf denen sie sich dank ihrer besonderen Anatomie sicher bewegen kann.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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