Bild folgtKI-generierte IllustrationTestudo hermanni
Auch bekannt als: Griechische Landschildkröte, Testudo hermanni boettgeri, Testudo hermanni hermanni
Die Griechische Landschildkröte (Testudo hermanni) ist an ihrem hochgewölbten, gelblich bis olivfarbenen Rückenpanzer mit den dunklen Flecken und dem Hornnagel an der Schwanzspitze gut zu erkennen. In naturnahen Gärten bevorzugt dieses Reptil sonnige, strukturreiche Plätze mit ausreichendem Schutz durch Gebüsche oder Steinhaufen. Als wechselwarmes Tier regelt sie ihre Körpertemperatur über die Wahl ihres Aufenthaltsortes. Die Ernährung erfolgt rein pflanzlich, wobei sie vorwiegend verschiedene Wildkräuter und Gräser zu sich nimmt. In den kalten Monaten des Jahres, also auch jetzt im Februar, befinden sich die Tiere in der Winterstarre (ein Zustand, in dem alle Körperfunktionen bei wechselwarmen Tieren auf ein Minimum reduziert sind), meist tief vergraben im Erdboden. Als Gartenbesitzer kannst du sie unterstützen, indem du sonnige Böschungen und Trockenmauern (Mauern aus lose geschichteten Steinen ohne Mörtel) erhältst oder anlegst. Ein lockerer, grabfähiger Boden ist für ihre Überwinterung essenziell. Achte darauf, potenzielle Gefahrenquellen wie tiefe Schächte oder steile Stufen abzusichern. Chemische Mittel im Garten sollten vermieden werden, um die Gesundheit dieser langlebigen Tiere nicht zu gefährden. Durch das Belassen von Altgrasstreifen und Totholzhaufen schaffst du wichtige Rückzugsorte für die aktive Zeit ab dem Frühjahr.
Diese Reptilien sind nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen streng geschützt und dürfen nicht aus der Natur entnommen werden. Eine Umsiedlung von Fundtieren ist meldepflichtig und sollte nur in Absprache mit Behörden erfolgen. Sie sind ungiftig, können aber bei Bedrängung kräftig zubeißen.
Die Griechische Landschildkröte (Testudo hermanni) gehört zur Familie der Landschildkröten (Testudinidae) innerhalb der Ordnung der Schildkröten. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst vor allem den Mittelmeerraum, doch wird sie in Mitteleuropa häufig als Haustier in Freilandhaltung gepflegt. Die Tiere erreichen je nach Unterart eine Panzerlänge von etwa 15 bis 25 Zentimetern. Sie sind tagaktiv und verbringen viel Zeit mit dem Sonnenbad zur Thermoregulation (Anpassung der Körpertemperatur an die Umgebungswärme).
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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