Bild folgtKI-generierte IllustrationTetraspora lubrica
Auch bekannt als: Tetraspora lubrica
Unverwechselbar ist die Glitschige Vierkornalge (Tetraspora lubrica) durch ihre hellgrünen, gallertartigen Gebilde, die wie weiche Schläuche oder Blasen im Wasser treiben. Diese Alge ist eine Bereicherung für Deinen Naturgarten, da sie als Bioindikator (Anzeiger für Umweltzustände) für besonders sauberes und sauerstoffreiches Wasser gilt. In Deinem Teich bietet sie kleinsten Lebewesen wie den Larven der Eintagsfliege (Ephemeroptera) wichtigen Schutz und Lebensraum. Wenn Du diese zarten Gebilde in Deinem Wassergarten entdeckst, ist das ein echtes Kompliment an Deine Wasserpflege. Schau doch mal genauer hin, ob sich darin winzige Unterwasserbewohner verstecken.
Ein glitschiges Gütesiegel für glasklares und sauerstoffreiches Teichwasser.
Als Primärproduzent stellt die Alge durch Photosynthese wertvollen Sauerstoff direkt im Wasser bereit. Zwar liefert sie keinen Nektar für Wildbienen, doch sie ist eine unverzichtbare Basis im Ökosystem Deines Gartenteichs. Kleinstlebewesen wie Wasserflöhe (Daphnia) nutzen die Gallertmassen als geschützten Raum und Nahrungsquelle. Auch die Larven von Köcherfliegen (Trichoptera) finden hier ideale Bedingungen vor. Damit fördert die Alge indirekt die Artenvielfalt, da diese Kleintiere wiederum Nahrung für Libellen und Amphibien sind.
Die Alge ist laut Datenbasis als nicht kindersicher eingestuft, da ihre Anwesenheit Steine und Uferbereiche extrem rutschig macht (Rutschgefahr). Kinder sollten am Teichrand daher immer beaufsichtigt werden. Es besteht keine direkte Giftwirkung bei Berührung, dennoch ist im Umgang mit glitschigen Wasserstellen Vorsicht geboten.
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Die Glitschige Vierkornalge benötigt einen Standort mit sehr sauberem, kühlem Wasser, idealerweise in einem schattigen Bereich Deines Teichs.
Sie bevorzugt nährstoffarme Bedingungen; zu viele Nährstoffe würden das Wachstum von Fadenalgen fördern, welche diese Art verdrängen.
Eine klassische Pflanzzeit zwischen März und November gibt es nicht, da sie meist über Wasservögel oder neue Wasserpflanzen von selbst einwandert.
Pflege bedeutet hier vor allem den Verzicht auf Teichdünger und das regelmäßige Entfernen von herbstlichem Laub aus dem Wasser.
Die Vermehrung erfolgt natürlich durch Zellteilung innerhalb der gallertartigen Masse.
Achte darauf, dass die Wassertemperatur auch im Sommer nicht zu stark ansteigt, da die Alge kühle Bedingungen liebt.
Gute Partnerin: Der Wasser-Hahnenfuß (Ranunculus aquatilis) – beide Arten schätzen kühles, klares Wasser und ergänzen sich hervorragend in der Sauerstoffproduktion für Deinen Teich.
Die Art gehört zur Gruppe der Grünalgen (Chlorophyta) und ist in Mitteleuropa, insbesondere in Österreich, heimisch. Sie besiedelt bevorzugt kalte, nährstoffarme Quellbereiche und saubere, stehende oder langsam fließende Gewässer. Die mikroskopisch kleinen Zellen sind charakteristisch in Vierergruppen angeordnet und in eine gemeinsame, weiche Gallerthülle eingebettet. Man erkennt die Kolonien im Wasser an ihrer schlüpfrigen, fast durchsichtigen Konsistenz und der blassgrünen Färbung.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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