Bild folgtKI-generierte IllustrationThalassarche melanophris (Temminck, 1828)
Auch bekannt als: Mollymauk, Schwarzbrauenalbatros
Temminck, 1828
Der Schwarzbrauenalbatros (Thalassarche melanophris) besticht durch seine enorme Flügelspannweite und den namensgebenden dunklen Augenstreif über den hellen Augen. Du wirst diesen beeindruckenden Seevogel vermutlich nur als seltenen Irrgast (Vogel, der weit außerhalb seines normalen Verbreitungsgebiets auftaucht) an den Küsten oder nach schweren Stürmen im Binnenland sichten. Er verbringt den Großteil seines Lebens auf dem offenen Meer und nutzt den dynamischen Segelflug, um weite Strecken fast ohne Flügelschlag zu überwinden. Seine Nahrung besteht aus verschiedenen Meerestieren, die er geschickt von der Wasseroberfläche aufnimmt. In deinem Garten wird er keine Nahrung suchen, da er auf marine Ökosysteme spezialisiert ist. Als Spitzenprädatoren (Raubtiere am Ende der Nahrungskette) sind diese Vögel wichtige Indikatoren für den Zustand unserer Meere. Du kannst zum Schutz dieser Tiere beitragen, indem du auf Plastik verzichtest, da Müll in den Ozeanen oft mit Nahrung verwechselt wird. Solltest du jemals ein erschöpftes Tier finden, halte bitte großen Abstand und informiere eine spezialisierte Vogelstation. Ein naturnaher Garten in Küstennähe bietet ihm höchstens einen ruhigen Platz zum Ausruhen nach einem Sturm.
Diese Art ist streng geschützt und darf weder gestört noch gefangen werden. Der Vogel ist für den Menschen harmlos, kann sich aber mit seinem kräftigen Schnabel verteidigen, wenn er sich in die Enge getrieben fühlt. Bei Funden ist aufgrund des Schutzstatus immer fachkundige Hilfe hinzuzuziehen.
Taxonomisch wird der Schwarzbrauenalbatros in die Familie der Albatrosse (Diomedeidae) eingeordnet. Er ist ein pelagischer (auf dem offenen Meer lebender) Vogel, der laut Datenbank in Deutschland, Österreich und der Schweiz als heimisch geführt wird, wenngleich er primär die südlichen Ozeane bewohnt. Die Art ist für ihre Langlebigkeit und die meist lebenslange Partnertreue bekannt. Die Fortpflanzung findet in großen Kolonien auf abgelegenen Inseln statt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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