Bild folgtKI-generierte IllustrationThalictrum minus subsp. majus
Auch bekannt als: Thalictrum minus subsp. majus
Unverwechselbar ist die Alpine Kleine Wiesenraute (Thalictrum minus subsp. majus) durch ihre zarten, mehrfach gefiederten Blätter, die an die Blattform von Akeleien erinnern, und ihre lockeren, gelblich-grünen Blütenrispen. Da sie in Deutschland auf der Roten Liste (Verzeichnis gefährdeter Arten) geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Diese Pflanze ist ein Spezialist für karge Standorte und zeigt dir, dass auch trockene Ecken im Garten voller Leben stecken können. Durch ihre Anpassung an magere Böden ist sie sehr pflegeleicht und robust. Wenn du ihr einen Platz im Halbschatten gibst, wird sie dich über Jahre hinweg mit ihrem filigranen Wuchs erfreuen.
Filigraner Überlebenskünstler für magere Standorte und gefährdete Vielfalt.
Die Alpine Kleine Wiesenraute spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem trockener Standorte. Als heimische Wildpflanze (indigen) ist sie perfekt in die hiesigen Kreisläufe integriert. Besonders hervorzuheben ist ihre Verbindung zu Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM-Mykorrhiza). Diese Pilze versorgen die Pflanze mit Wasser und Mineralien, während die Pflanze den Pilzen Zucker liefert, was die Bodenbiologie nachhaltig stärkt. Da sie in Deutschland auf der Roten Liste steht, fungiert dein Garten als wertvolles Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) für die Erhaltung dieser gefährdeten Art.
Die Alpine Kleine Wiesenraute ist nicht kindersicher. Als Mitglied der Familie der Hahnenfußgewächse enthält sie Stoffe, die bei Verzehr oder Hautkontakt zu Reizungen führen können. In Haushalten mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren solltest du beim Pflanzen vorsichtig sein oder einen unzugänglichen Bereich wählen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.51 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, an dem die Pflanze vor praller Mittagssonne geschützt ist.
Boden: Die Erde sollte trocken und nährstoffarm sein, da die Pflanze ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist.
Pflanzzeit: Setze die Wiesenraute idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November in den Boden, sofern dieser frostfrei ist.
Wässerung: Gießen ist nur in extremen Trockenphasen nötig, da sie an trockene Verhältnisse angepasst ist.
Düngung: Ein Düngen ist nicht erforderlich und könnte der Pflanze sogar schaden, da sie magere Böden bevorzugt.
Pflege: Schneide die vertrockneten Stängel erst im Spätwinter zurück, um die Bodenstruktur zu schützen.
Vermehrung: Eine Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr ist möglich.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Nachbarin ist der Wirbeldost (Clinopodium vulgare). Beide bevorzugen ähnliche trockene Standorte im Halbschatten und ergänzen sich hervorragend in ihrer Wuchsform.
Die Alpine Kleine Wiesenraute gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist eine Unterart der Kleinen Wiesenraute. Sie ist in Deutschland heimisch und wird als Indigen (alteingesessen) oder Archäophyt (vor 1492 eingewandert) eingestuft. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst trockene Gebüschränder und lichte Wälder. Typisch für diese Art ist die Ausbildung einer AM-Mykorrhiza (eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pflanzenwurzeln und Pilzen), die ihr hilft, Nährstoffe auf mageren Standorten effizient aufzunehmen.
2 Videos zu Alpine Kleine Wiesenraute


•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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