Bild folgtKI-generierte IllustrationThesium pyrenaicum subsp. pyrenaicum
Auch bekannt als: Thesium pyrenaicum subsp. pyrenaicum
An ihren schmalen, fast grasartigen Blättern und den zierlichen, fünfzipfeligen Blüten, die auf der Innenseite weiß leuchten, lässt sich das Pyrenäen-Vermeinkraut (Thesium pyrenaicum) sofort erkennen. Diese seltene Bewohnerin magerer Wiesen ist ein echter Geheimtipp für deinen Garten, da sie auf der Roten Liste steht und in der freien Natur immer weniger Platz findet. Mit ihrer Ansiedlung leistest du einen direkten Beitrag zum Artenschutz in Deutschland und der Schweiz. Gerade in sonnigen Steingärten oder auf Xerothermrasen (trockenen, warmen Magerwiesen) kommt sie bestens zur Geltung. Wenn du einen nährstoffarmen, trockenen Standort hast, machst du mit dieser indigenen (einheimischen) Schönheit alles richtig.
Rote-Liste-Juwel für deinen Garten: Schütze das seltene Pyrenäen-Vermeinkraut.
Dieses Gewächs ist ein wertvoller Bestandteil unserer heimischen Biodiversität (Vielfalt des Lebens) und gilt nach der Roten Liste als gefährdet (Kategorie 3). Da sie eine AM-Mykorrhiza (eine spezielle Form der Wurzelgemeinschaft mit Pilzen) eingeht, fördert sie ein gesundes, natürliches Bodenleben. Zwar liegen aktuell keine spezifischen Bestäubungsdaten für einzelne Insektenarten vor, doch dient sie als spezialisierter Baustein in bedrohten Trockenbiotopen. Ihre Samenreife im Spätsommer trägt zur Erhaltung dieser seltenen Art bei. In deinem Garten hilft sie dabei, ökologische Trittsteine für die gefährdete Flora magerer Standorte zu schaffen.
Das Pyrenäen-Vermeinkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Es besteht zwar keine direkte Verwechslungsgefahr mit bekannten, hochgiftigen Arten, dennoch sollten Pflanzenteile nicht verzehrt werden. In Gärten mit kleinen Kindern ist daher eine gewisse Umsicht ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.22 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) und benötigt mageren, trockenen Boden.
Pflanzzeit: Setze sie am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Düngung: Verzichte komplett auf Dünger, da dies der Pflanze und ihrer Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Wurzeln) schaden würde.
Wasser: Gießen ist nur in der Anwachsphase nötig; danach liebt sie dauerhafte Trockenheit.
Vermehrung: Die Pflanze erhält sich an geeigneten Stellen meist durch Selbstaussaat.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) oder der Wiesensalbei (Salvia pratensis). Beide teilen die Vorliebe für nährstoffarme Standorte und bilden zusammen ein stabiles ökologisches Gefüge, das dem natürlichen Magerrasen nachempfunden ist.
Das Pyrenäen-Vermeinkraut gehört zur Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae) und zur Gattung Leinblatt (Thesium). Es ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die vor allem in Deutschland und der Schweiz auf kalkhaltigen Magerwiesen verbreitet ist. Typisch ist der traubige Blütenstand, bei dem die Blütenhülle trichterförmig verwachsen ist und fünf auffällige weiße Zipfel bildet. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch war) ist sie ein fester Bestandteil unserer regionalen Flora.
1 Video zu Pyrenäen-Vermeinkraut

•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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