Bild folgtKI-generierte IllustrationTichodroma muraria
Der Mauerläufer (Tichodroma muraria) fällt sofort durch sein schiefergraues Gefieder und die breiten, karmesinroten Flügel auf, die er beim Klettern an senkrechten Wänden oft zuckend entfaltet. Dieser etwa kleibergroße Vogel bewegt sich mit ruckartigen Sprüngen an Fassaden oder Felsen empor und erinnert im Flug an einen großen Schmetterling. Als reiner Insektenfresser sucht er mit seinem langen, gebogenen Pinzettenschnabel in Ritzen nach Spinnen, Larven und anderen Wirbellosen (Tieren ohne Rückgrat). Er ist ein Kurzstreckenzieher, der im Winter aus den hohen Gebirgslagen in tiefere Regionen abwandert und dann auch an hohen Gartenmauern oder Hauswänden zu Gast sein kann. Seine Nester errichtet er gut versteckt in tiefen Felsnischen oder schattigen Gebäudespalten. Da er keine Sämereien frisst, wird er deine Futterstelle im Winter kaum besuchen. Du kannst ihn jedoch unterstützen, indem du auf Insektengifte verzichtest, damit er an den Mauern deines Hauses ausreichend natürliche Nahrung findet. Naturnahe Gärten mit Trockenmauern bieten ihm ideale Bedingungen für die winterliche Nahrungssuche. Sein Gesang besteht aus einer Reihe ansteigender, flötenartiger Pfeiftöne, die er meist in seiner alpinen Heimat vorträgt.
Diese Art ist streng geschützt und darf während der Brutzeit in ihren alpinen Rückzugsgebieten nicht gestört werden. Im Winterquartier an Gebäuden ist er recht unempfindlich, sollte aber nicht bedrängt werden. Eine Verwechslungsgefahr besteht aufgrund der markanten roten Flügelzeichnung kaum.
Der Mauerläufer (Tichodroma muraria) gehört zur Ordnung der Sperlingsvögel und bildet als einziger Vertreter die Familie der Mauerläufer (Tichodromidae). Seine Verbreitung erstreckt sich über die Hochgebirge Mitteleuropas, wobei er in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist. Als spezialisierter Felskletterer bewohnt er steile Wandstrukturen und zeigt eine einzigartige Morphologie (Körperbau) mit sehr kräftigen Krallen. Er unterscheidet sich von Spechten durch den weichen Schwanz, der nicht als Stütze dient.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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