Bild folgtKI-generierte IllustrationTorilis nodosa
Auch bekannt als: Torilis nodosa
17
Arten
interagieren
34
Interaktionen
dokumentiert
An ihren fast kugelig zusammengezogenen, dichten Blütendolden lässt sich der Knäuel-Klettenkerbel (Torilis nodosa) sofort erkennen. Diese filigrane Pflanze ist eine echte Bereicherung für naturnahe Gärten, da sie trotz ihres Status als Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) wertvolle ökologische Dienste leistet. Besonders Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) und prächtige Falter wie der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) nutzen sie als wichtige Nahrungsquelle. Da sie trockene Standorte bevorzugt, passt sie perfekt in moderne Gärten, die mit weniger Gießwasser auskommen sollen. Mit ihrer Hilfe schaffst du eine nützliche Trittstein-Oase für unsere heimische Insektenwelt. Schau doch mal, ob du in deinem Garten eine sonnige Ecke für diesen unkomplizierten Doldenblütler frei hast.
Magnet für Schwalbenschwänze: Die robuste Borstendolde für trockene Sonnenplätze.
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Diese Art bietet ein reichhaltiges Buffet für spezialisierte Fluginsekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen insbesondere Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus), die Späte Schwebfliege (Eupeodes corollae) und die Zweiband-Wespenschwebfliege (Chrysotoxum bicinctum) die Blüten an. Auch für Schmetterlinge ist der Knäuel-Klettenkerbel attraktiv; neben dem Schwalbenschwanz (Papilio machaon) besuchen ihn auch seltenere Arten wie Papilio alexanor. Die borstigen Samen dienen zudem als Ausbreitungsstrategie durch Anhaftung an Tierfelle. Da die Blütezeit von Mai bis Juli reicht, stellt sie eine verlässliche Nahrungsquelle im Früh- und Hochsommer dar.
Bitte beachte, dass der Knäuel-Klettenkerbel als nicht kindersicher eingestuft wird. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit anderen, teils giftigen Doldenblütlern wie dem Schierling. Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal sind die namensgebenden, knäuelartig gehäuften Blütenstände direkt am Stängel, die bei den meisten giftigen Verwandten fehlen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.26 m
Suche für den Knäuel-Klettenkerbel einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Die Pflanze bevorzugt trockene Standorte und kommt mit normaler Gartenerde hervorragend zurecht.
Da sie ein Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) ist, benötigt sie keine zusätzliche Düngung.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Achte auf einen durchlässigen Boden, um Staunässe zu vermeiden.
Während der Blütezeit von Mai bis Juli solltest du die Pflanze weitgehend ungestört lassen.
Ein Rückschnitt ist erst nach der Samenreife im Spätsommer nötig, wenn du eine Selbstaussaat begrenzen möchtest.
Im Winter bieten die verblühten Stängel Schutz für Insekten und sollten daher bis zum Frühjahr stehen bleiben.
Eine gute Partnerin im Beet ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium).
Beide teilen ähnliche Standortansprüche an Licht und Bodenfeuchte und ergänzen sich wunderbar in einem naturnahen Trockenbeet.
Der Knäuel-Klettenkerbel (Torilis nodosa) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) innerhalb der Ordnung der Doldenblütlerartigen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er vor allem an warmen Standorten verbreitet. Ein markantes Merkmal sind die fast sitzenden Dolden (Blütenstände), die nicht wie bei anderen Arten auf langen Stielen thronen, sondern direkt in den Blattachseln knäuelig gehäuft sitzen. Die Pflanze lebt in einer arbuskulären Mykorrhiza (einer Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen), die ihr hilft, auch auf kargen Böden genügend Nährstoffe für die Entwicklung ihrer borstigen Früchte aufzunehmen.
17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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