Bild folgtKI-generierte IllustrationTozzia alpina
Wer den Alpenrachen (Tozzia alpina) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die zierlichen, gelben Rachenblüten mit ihren feinen, rötlichen Punkten leuchten markant aus den Blattachseln der gegenständigen Blätter hervor. Diese indigenen (einheimischen) Pflanzen sind für den Naturgarten besonders wertvoll, da sie als Spezialisten kühle und feuchte Nischen besiedeln, die für viele andere Arten ungeeignet sind. Da die Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist, unterstützt sie das natürliche Gleichgewicht deines Gartens in Bergregionen ideal. Wenn du eine feuchte Senke oder einen Platz an einem Bachlauf hast, machst du mit dieser Wahl alles richtig. Er bereichert das Kleinklima und fördert die standorttypische Vielfalt in schattigen Gartenbereichen.
Ein gelbes Juwel für kühle Schattenplätze: Einheimisch, robust und standorttreu.
Als heimische (indigene) Art leistet der Alpenrachen einen wichtigen Beitrag zur regionalen Biodiversität in feuchten Gebirgslagen. Er besiedelt ökologische Nischen an Quellfluren (nasse Stellen durch austretendes Grundwasser), die für die Stabilisierung des lokalen Wasserhaushalts wichtig sind. Da die Art auf der Roten Liste mit '*' (derzeit nicht gefährdet) geführt wird, ist sie eine robuste Ergänzung für naturnahe Gärten. Mangels spezifischer Bestäubungsdaten in der Datenbank lässt sich seine Rolle vor allem als Lebensraumspezialist beschreiben. In der kalten Jahreszeit bieten die stehengelassenen Pflanzenteile Schutz für kleine Bodenlebewesen und fördern so ein gesundes Bodenleben.
Der Alpenrachen wird als nicht kindersicher eingestuft. Du solltest ihn daher nicht in Bereichen anpflanzen, in denen kleine Kinder direkten Zugriff auf die Pflanzen haben. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der sehr markanten gelben Blütenform kaum, dennoch ist Vorsicht beim Umgang mit der Pflanze geboten.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.25 m
Standort: Wähle einen schattigen und kühlen Platz im Garten, der vor praller Sonne geschützt ist.
Boden: Der Alpenrachen ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt daher sehr nährstoffreiche, fetten Erden.
Feuchtigkeit: Der Untergrund sollte stets frisch (mäßig feucht) sein; achte darauf, dass der Boden niemals vollständig austrocknet.
Pflanzzeit: Setze die Pflanzen idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Da er nährstoffhungrig ist, solltest du im Frühjahr eine Gabe reifen Kompost in den Boden einarbeiten.
Vermehrung: An geeigneten, feuchten Standorten erfolgt eine natürliche Selbstaussaat über die reifen Samenkapseln.
Kombination: Eine hervorragende Partnerin ist die Sumpfdotterblume (Caltha palustris). Beide teilen die Vorliebe für dauerfeuchte, nahrhafte Standorte und ergänzen sich optisch wie ökologisch an Bachrändern oder in feuchten Gartenmulden.
Der Alpenrachen (Tozzia alpina) gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae). Er ist in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet, wo er bevorzugt in Quellfluren (Bereiche mit natürlichem Grundwasseraustritt) und feuchten Bergwäldern wächst. Die Pflanze ist als Indigen (einheimisch) eingestuft und morphologisch durch ihre saftigen Stängel und die charakteristische Form der Lippenblüten erkennbar. Sein Vorkommen beschränkt sich meist auf die montanen bis subalpinen Höhenstufen.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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