Bild folgtKI-generierte IllustrationTragopogon minor
Auch bekannt als: Tragopogon minor
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Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind beim Kleinköpfigen Bocksbart (Tragopogon minor) die gelben Korbblüten, deren grüne Hüllblätter meist deutlich über die gelben Blütenblätter hinauswachsen. Als indigene (einheimische) Art ist er eine ökologische Kostbarkeit, die vor allem Scheckenfalter wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) unterstützt. Durch seine außergewöhnlich lange Blütezeit von Mai bis Oktober bietet er eine verlässliche Nahrungsquelle, wenn andere Wiesenblumen längst verblüht sind. Du tust deinem Garten etwas Gutes, wenn du dieser robusten Pflanze einen Platz an der Sonne schenkst. Schau doch mal genau hin, wie die Blüten sich am Nachmittag schließen.
Einheimischer Dauerblüher: Ein Buffet für Scheckenfalter von Mai bis Oktober.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Kleinköpfige Bocksbart eine zentrale Anlaufstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders die Gattung der Scheckenfalter profitiert, darunter der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) und der Bergwiesen-Scheckenfalter (Melitaea varia). Auch der seltene Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) nutzt die Art als Nektarquelle. Da die Blüte bis in den Oktober hineinreicht, dient sie als wichtige Tankstelle vor der Winterruhe. Die Samenstände bieten zudem Nahrung für samenfressende Vögel, wenn du sie über die kalte Jahreszeit im Garten belässt.
Bitte beachte, dass der Kleinköpfige Bocksbart als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie viele Korbblütler enthält er einen weißen Milchsaft, der bei Kontakt zu Hautreizungen führen kann. Bei Unsicherheiten oder versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.4 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne pro Tag.
Boden: Der Untergrund sollte durchlässig und eher mager (nährstoffarm) sein; Staunässe verträgt die Pflanze nicht.
Pflanzzeit Frühling: Setze Jungpflanzen im März oder April ins Freiland.
Pflanzzeit Herbst: Eine Pflanzung ist von September bis November möglich, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflanzabstand: Halte etwa 25 bis 30 cm Abstand zu Nachbarpflanzen ein.
Wuchs: Berücksichtige die Endhöhe von 0,4 m bei der Beetplanung.
Pflege: Die Pflanze ist nicht verholzt und zieht sich im Winter zurück; ein Rückschnitt ist erst im Vorfrühling nötig.
Vermehrung: Lass einige Blütenstände stehen, damit sich die Pflanze durch Selbstaussaat erhalten kann.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) passt hervorragend, da sie ähnliche Standorte besiedelt und das Nahrungsangebot für Falter ergänzt.
Der Kleinköpfige Bocksbart gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland und Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum umfasst sonnige Wegränder und Halbtrockenrasen (trockene, nährstoffarme Grasflächen), wo er als krautige Pflanze eine Wuchshöhe von 0,4 m erreicht. Eine Besonderheit ist die AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Bodenpilzen), die ihm hilft, auf kargen Böden zu überleben. Er gilt in Deutschland als Archäophyt, also als eine Pflanze, die bereits vor der Entdeckung Amerikas durch menschlichen Einfluss bei uns heimisch wurde.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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