Bild folgtKI-generierte IllustrationTragus racemosus
Wer das Traubige Klettengras (Tragus racemosus) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Auffällig sind die kurzen, borstigen Ährchen (Teilblütenstände der Gräser), die wie winzige Kletten am Halm sitzen und sich gern an Kleidung oder Fell festhalten. Als Spezialist für extrem trockene und warme Stellen ist dieses zierliche Gras ein wertvoller Bewohner für Kiesbeete oder sonnige Pflasterfugen. Obwohl es als Neophyt (Pflanze, die nach 1492 bei uns eingewandert ist) gilt, füllt es wichtige ökologische Lücken in einem sich wandelnden Klima. Es ist die ideale Wahl für dich, wenn du eine robuste Pflanze suchst, die auch ohne Gießen auf kargem Boden überlebt.
Ein kleiner Hitzekünstler für sonnige Fugen mit faszinierender Kletten-Taktik.
Das Gras leistet wertvolle Pionierarbeit auf trockenen Standorten und verbessert durch eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) die Bodenstruktur. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, liegt seine Bedeutung vor allem in der Bereitstellung von Lebensraum in Extremnischen. Die winzigen Samen sind mit 0.3194 mg sehr leicht und dienen als Nahrung für kleine Bodenbewohner. Durch die Ausbreitung als Klette (Anhaften an Tieren) sorgt es für einen genetischen Austausch über weite Strecken. In Steingärten bietet das dichte Wachstum am Boden Schutz für Laufkäfer und andere nützliche Insekten.
Das Traubige Klettengras wird als nicht kindersicher eingestuft, da die harten, stacheligen Borsten der Ährchen unangenehm auf der Haut kratzen können. Es ist jedoch nicht giftig. Bei Haustieren mit langem Fell solltest du darauf achten, dass sich die klettenartigen Samen nicht verfangen und zu Verfilzungen führen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.192 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Licht 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne erhält.
Der Boden sollte trocken sein (Feuchte 3) und eine normale Nährstoffversorgung (Mittelzehrer) aufweisen.
Pflanzzeit Frühling: Setze das Gras idealerweise zwischen April und Mai in den Boden.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 7), da die Art auf sauren Substraten nicht gedeiht.
Mit einer Wuchshöhe von 0.19 m braucht das Gras kaum Platz und eignet sich hervorragend für Randbereiche.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da die Pflanze oft einjährig wächst und sich über Samen selbst erhält.
Vermehrung: Die leichten Diasporen (Samen) mit 0.3194 mg verbreiten sich durch Wind und Tiere.
Gute Partnerin: Die Färber-Hundskamille (Anthemis tinctoria) — sie teilt die Vorliebe für Sonne und trockene Böden und ergänzt das Gras optisch.
Das Traubige Klettengras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist ein typischer Bewohner von Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Mit einer Wuchshöhe von genau 0.19 m bleibt es sehr bodennah und bildet oft liegende oder aufsteigende Halme aus. Es besiedelt vorwiegend kalkhaltige, warme Sand- und Schotterböden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein botanisches Merkmal sind die breitblättrigen Laubblätter, die im Kontrast zu den stacheligen, einseitswendig angeordneten Blütenständen stehen.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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