Bild folgtKI-generierte IllustrationTrebouxia jamesii
Auch bekannt als: Trebouxia jamesii
Unverwechselbar ist Trebouxia jamesii durch den zarten, grünen Schimmer, den sie als mikroskopisch kleine Grünalge auf Baumrinden oder Steinen erzeugt. Meist lebt sie jedoch verborgen im Inneren von Flechten und ist dort als Photobiont (Licht verwertender Partner) für deren Überleben verantwortlich. Diese Art ist für deinen Naturgarten relevant, da sie die biologische Grundlage für viele Flechtenarten bildet, die wiederum Kleinstlebewesen Schutz und Lebensraum bieten. Ohne diese winzigen Algen gäbe es keine bunten Flechtenkrusten an deinen alten Obstbäumen oder Mauern. Wenn du die Vielfalt in deinem Garten bis ins kleinste Detail fördern willst, solltest du diesem unsichtbaren Helfer Beachtung schenken.
Das grüne Herz der Flechten: Die unsichtbare Basis für lebendige Baumrinden.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen dient diese Alge als primäre Energiequelle für den Pilzpartner in vielen Flechtensymbiosen. Sie wandelt durch Photosynthese (Energiegewinnung aus Licht) Kohlendioxid in Zucker um und sichert so das Überleben der Flechte. Da keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, liegt ihr Hauptwert im Erhalt der Flechtenflora. In diesen Flechtenteppichen finden kleinste Nützlinge wie Springschwänze oder Milben ein Versteck und notwendige Feuchtigkeit. So bildet die Alge das Fundament einer Nahrungskette, die indirekt auch insektenfressenden Vögeln zugutekommt. Sie trägt wesentlich zur Pionierarbeit (Besiedlung von kargen Flächen) im Garten bei.
Nach den vorliegenden Daten wird die Art als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vermutlich an den Begleitstoffen der Flechten, in denen die Alge lebt, da manche Flechtenarten schwach giftige Substanzen zum Schutz vor Fraß bilden. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Gefäßpflanzen, da die Alge lediglich als dünner Belag erscheint. Achte dennoch darauf, dass Kinder keine grünen Beläge von Rinden oder Steinen in den Mund nehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Da Trebouxia jamesii eine Alge ist, wird sie nicht klassisch gepflanzt, sondern besiedelt geeignete Flächen von selbst.
Standort: Bevorzugt halbschattige bis schattige Plätze mit einer gewissen Luftfeuchtigkeit.
Boden/Untergrund: Gedeiht am besten auf der Borke alter Laubbäume oder auf kalkhaltigem Naturstein.
Ansiedlung: Eine indirekte Förderung ist von März bis Mai oder September bis November möglich, indem man geeignete Untergründe wie Totholz oder Steine anbietet.
Pflege: Absolut pflegeleicht, da sie keine Düngung oder einen Rückschnitt benötigt.
Wichtig: Vermeide chemische Pflanzenschutzmittel, da diese die empfindlichen Algenzellen sofort abtöten.
Vermehrung: Erfolgt natürlich durch Zellteilung oder über die Ausbreitung der Flechtenpartner.
Kombinationsempfehlung: Ein guter Partner ist der Gewöhnliche Spindelstrauch (Euonymus europaeus) – seine Borke bietet einen idealen Lebensraum für Flechten, in denen die Alge geschützt leben kann.
Trebouxia jamesii ist eine einzellige Grünalge aus der Klasse der Trebouxiophyceae, die in Österreich heimisch ist. Sie kommt typischerweise in Symbiosen (Lebensgemeinschaften zum gegenseitigen Vorteil) mit Pilzen vor, kann aber auch zeitweise frei auf feuchten Oberflächen existieren. Man findet sie vor allem an Baumrinden und auf Gestein in ganz Mitteleuropa. Unter dem Mikroskop erkennt man sie an ihren kugeligen Zellen mit einem charakteristischen, sternförmigen Chloroplasten (der Zellteil, der für die Energiegewinnung zuständig ist).
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →