Bild folgtKI-generierte IllustrationTrichophorum pumilum
Auch bekannt als: Trichophorum pumilum
An den winzigen, polsterartigen Horsten mit ihren endständigen, bräunlichen Ährchen lässt sich die Kleine Rasenbinse (Trichophorum pumilum) sofort erkennen. Du holst dir mit ihr eine echte Spezialistin für dauerfeuchte Stellen in den Garten, die besonders in kalkreichen Alpengärten ihren Platz findet. Als Sauergrasgewächs (Gräser auf meist feuchten Standorten mit dreikantigem Stängel) bietet sie Struktur und Lebensraum für spezialisierte Kleinstlebewesen. Wenn du ein Faible für seltene, kleine Kostbarkeiten hast, ist diese Pflanze genau die richtige Wahl für dich.
Alpine Seltenheit für den Wassergarten: Robust, ausdauernd und streng kalkliebend.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen dient die Kleine Rasenbinse primär als strukturbildendes Element in spezialisierten Feuchtbiotopen. Da sie als Sauergras zu den windbestäubten Pflanzen gehört, produziert sie keinen Nektar für Fluginsekten. Dennoch ist sie für die Artenvielfalt wertvoll, da sie in ihren dichten Polstern Schutzraum für wirbellose Kleinstiere der Bodenfauna bietet. In den Wintermonaten können die feinen Samen zudem eine Nahrungsquelle für kleine Vogelarten darstellen, die in Feuchtgebieten nach Futter suchen. Ihr Vorkommen im Garten hilft dabei, die genetische Vielfalt einer in der freien Natur selten gewordenen Spezialistin zu erhalten.
Die Kleine Rasenbinse wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine spezifischen Giftstoffe für diese Art dokumentiert sind, sollten die harten, faserigen Halme nicht in den Mund genommen oder verzehrt werden. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten der gleichen Wuchsform in diesem Lebensraum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.08 m
Standort : Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die kleine Pflanze nicht von größeren Nachbarn beschattet wird.
Boden : Das Substrat muss dauerhaft nass und kalkhaltig sein; ideal ist eine Mischung aus Sand und Kalksplitt mit geringem Humusanteil.
Pflanzzeit : Setze die Rasenbinse am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Wasser : Der Boden darf niemals austrocknen, da sie als Sumpfpflanze auf ständige Feuchtigkeit angewiesen ist.
Pflege : Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; die vertrockneten Halme schützen das Herz der Pflanze im Winter.
Vermehrung : Du kannst die dichten Horste im zeitigen Frühjahr vorsichtig teilen.
Gute Partnerin : Das Gemeine Fettkraut (Pinguicula vulgaris) – beide teilen die Vorliebe für kalkreiches Sickerwasser und bilden zusammen ein ökologisch stimmiges Bild eines alpinen Standorts.
Die Kleine Rasenbinse gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und ist in den alpinen Regionen Österreichs beheimatet. Ihr natürlicher Lebensraum sind kalkreiche Niedermoore und nasse Gesteinsfluren der Hochgebirge. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren extrem niedrigen, rasenförmigen Wuchs und die reduzierten Blattscheiden aus, was sie perfekt an windexponierte, nasse Standorte anpasst. Sie ist eine Charakterart spezialisierter Pflanzengesellschaften auf kalkhaltigem Untergrund.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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