Bild folgtKI-generierte IllustrationTrifolium retusum
An den auffallend kleinen, fast unscheinbaren Blütenköpfen und den zierlichen, dreizähligen Blättern lässt sich der Kleinblütige Klee (Trifolium retusum) sofort erkennen. In deinem Garten übernimmt diese Pflanze eine ganz besondere Rolle, da sie mit dem Status der Roten Liste 1 als vom Aussterben bedroht gilt. Sie besiedelt trockene Nischen, in denen herkömmliche Gartenpflanzen längst aufgeben würden. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, ist ihr Wert vor allem im Erhalt der genetischen Vielfalt unserer Heimatflora zu sehen. Wenn du ein Herz für seltene Wildpflanzen hast, ist dieser Klee genau das Richtige für deine mageren Gartenbereiche. Du hilfst aktiv dabei, eine verschwindende Art vor dem Aussterben zu bewahren.
Vom Aussterben bedroht: Bewahre mit diesem seltenen Klee ein Stück Heimatflora.
Der ökologische Wert des Kleinblütigen Klees liegt primär in seiner extremen Seltenheit und Spezialisierung auf karge Lebensräume. Da er zur Familie der Hülsenfrüchtler gehört, trägt er zur natürlichen Bodenverbesserung bei, indem er Stickstoff im Boden anreichert. Konkrete Bestäuberdaten zu einzelnen Insektenarten liegen derzeit nicht vor, doch als heimische Wildpflanze ist er Teil eines komplexen Ökosystems. Er besetzt ökologische Nischen auf trockenen Standorten, die für die allgemeine Biodiversität in Siedlungsräumen immer seltener werden. Die Ansiedlung im Garten schützt eine Pflanze, die in der freien Natur kaum noch Rückzugsräume findet. Damit sicherst du die biologische Vielfalt für kommende Generationen.
Der Kleinblütige Klee wird in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine spezifischen Vergiftungen bekannt sind, sollte er vorsichtshalber nicht in direkter Nähe von Spielbereichen gepflanzt werden. Eine Verwechslung mit anderen Kleearten ist möglich, doch die extrem kleinen Blüten sind ein gutes Unterscheidungsmerkmal.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.14 m
Wähle einen Standort in voller Sonne, da die Art sehr lichthungrig ist.
Der Boden sollte ein typischer Magerstandort (nährstoffarm) sein, idealerweise sandig oder kiesig.
Achte darauf, dass die Erde trocken ist; Staunässe verträgt der Klee überhaupt nicht.
Die optimale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Da er ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist, darfst du ihn niemals düngen.
Zusätzliches Gießen ist nach dem Anwachsen selbst in trockenen Sommern nicht erforderlich.
Die Vermehrung erfolgt meist von selbst über die Samenreife im Hochsommer.
Halte den Boden um die Pflanze herum eher offen und frei von stark wuchernden Gräsern.
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da die Pflanze niedrig bleibt und ihr Lebenszyklus natürlich endet.
Als Begleitpflanze eignet sich das Echte Labkraut (Galium verum), da beide ähnliche trockene Bedingungen bevorzugen und zusammen ein stimmiges Bild heimischer Magerwiesen ergeben.
Der Kleinblütige Klee (Trifolium retusum) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) in Deutschland und Österreich beheimatet. Sein natürlicher Lebensraum sind lückige Magerrasen (nährstoffarme Wiesen) und trockene, sonnige Standorte. Er wächst meist niederliegend oder aufsteigend und erreicht nur geringe Wuchshöhen. Botanisch zeichnet er sich durch seine winzigen Blüten aus, die kürzer als der Kelch sind, was ihm seinen Namen einbrachte. Aufgrund seiner Seltenheit steht er unter besonderem Beobachtungsfokus des Artenschutzes.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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