Bild folgtKI-generierte IllustrationTringa nebularia (Gunnerus, 1767)
Der Grünschenkel (Tringa nebularia) fällt Dir durch seine langen, leicht grünlich schimmernden Beine und den kräftigen, ganz leicht aufwärts gebogenen Schnabel auf. Er ist etwa so groß wie eine Taube, wirkt aber durch seinen schlanken Hals deutlich eleganter. Meist hörst Du ihn, bevor Du ihn siehst, an seinem dreisilbigen, flötenden Ruf, der wie ein helles flüssiges Pfeifen klingt. In Deinem Garten wirst Du ihn vermutlich nur als Durchzügler an einem Teich oder einer feuchten Senke beobachten können. Dieser Vogel ernährt sich als Fleischfresser vorwiegend von Insekten, kleinen Krebstieren und winzigen Fischen, die er im flachen Wasser oder Schlamm aufspürt. Als Langstreckenzieher (Vogel, der weite Distanzen zwischen Brut- und Überwinterungsgebiet zurücklegt) verbringt er den Winter meist im Süden und kehrt im Frühjahr zu uns zurück. Er brütet am Boden, bevorzugt in Mooren oder lichten Wäldern des Nordens, weshalb er in hiesigen Gärten kein Nest baut. Du kannst diesem Gast helfen, indem Du naturnahe Uferzonen an Deinem Gartenteich schaffst, die nicht zu steil abfallen. Ein Verzicht auf Pestizide (chemische Schädlingsbekämpfungsmittel) sorgt zudem für ein reiches Angebot an natürlicher Nahrung in der Uferzone. So wird Dein Garten zu einer wichtigen Raststation für diese anspruchsvollen Vögel.
Wie alle heimischen Vogelarten steht der Grünschenkel unter allgemeinem Schutz. Da er bei uns meist nur rastet, solltest Du ihn an Ufern nicht aufscheuchen, damit er seine Energiereserven für den kräftezehrenden Weiterflug schont. Eine Verwechslung ist mit anderen Wasserläufern möglich, doch sein Ruf ist ein sehr sicheres Erkennungsmerkmal.
Der Grünschenkel gehört zur Familie der Schnepfenvögel (Scolopacidae) innerhalb der Ordnung der Regenpfeiferartigen. Er ist in Nordeuropa und Nordasien verbreitet und tritt in Mitteleuropa vor allem während des Vogelzugs im Frühjahr und Herbst als regelmäßiger Gast auf. Seine Lebensweise ist eng an Feuchtgebiete und flache Wasserflächen gebunden. Von ähnlichen Arten wie dem Dunklen Wasserläufer unterscheidet er sich durch seinen kräftigeren, leicht aufgewölbten Schnabel und die charakteristische Färbung der Beine.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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