Bild folgtKI-generierte IllustrationTrochosa terricola Thorell, 1856
Der Gewöhnliche Nachtwolf ist eine mittelgroße, bräunlich gefärbte Wolfsspinne mit einem charakteristischen hellen Mittelstreifen auf dem Vorderkörper, die völlig ohne Fangnetz jagt. Als typischer Bodenbewohner bevorzugt diese Art die Falllaubschicht und die bodennahe Krautschicht Deines Gartens. Anstatt Netze zu weben, nutzt sie die aktive Jagd, um Beutetiere am Boden aufzuspüren und durch einen kurzen, schnellen Lauf zu überwältigen. Damit übernimmt sie eine wichtige Rolle als Nützling bei der Regulation von bodennah lebenden Insekten und deren Larven. Da sie vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv ist, bekommt man sie tagsüber nur selten zu Gesicht, es sei denn, man bewegt Steine oder Totholz. Im Garten ist sie ein wertvoller Helfer, der dabei hilft, das ökologische Gleichgewicht im Erdreich zu wahren. Um dieses Tier zu fördern, solltest Du wilde Ecken mit Laub, Reisig oder Altholz belassen, die ihm als Rückzugsort dienen. Solche Strukturen sind lebensnotwendig, da der Nachtwolf dort Schutz vor Fressfeinden findet. Auf den Einsatz von chemischen Mitteln sollte verzichtet werden, um die Nahrungsgrundlage dieser nützlichen Jäger nicht zu gefährden. Wenn Du ihr Lebensraum bietest, unterstützt Du eine faszinierende Art, die im Verborgenen für Ordnung sorgt.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos und zudem sehr scheu. Zwar besitzt sie Giftklauen zur Betäubung ihrer Beute, doch ihre Mundwerkzeuge können die menschliche Haut normalerweise nicht durchdringen. Es besteht keinerlei Gefahr für Gartenbesitzer oder Haustiere.
Der Gewöhnliche Nachtwolf (Trochosa terricola) gehört zur Familie Lycosidae (Wolfsspinnen) innerhalb der Ordnung Araneae (Webspinnen). Die Art ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien heimisch und weit verbreitet. Mit einer Körperlänge von etwa 8 bis 14 Millimetern führt sie eine terrestrische (auf dem Boden lebende) Lebensweise. Sie bevorzugt mäßig feuchte bis trockene Standorte im Offenland oder in lichten Wäldern.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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