Bild folgtKI-generierte IllustrationTulipa urumiensis
Auch bekannt als: Tulipa urumiensis
Unverwechselbar ist die Späte Tulpe (Tulipa urumiensis) durch ihre sternförmig geöffneten, leuchtend gelben Blüten, die an der Außenseite oft eine bronzefarbene Tönung aufweisen. Die schmalen, grünen Blätter liegen meist flach über dem Boden und bilden einen schönen Rahmen für die niedrigen Blütenstände. Im Naturgarten ist sie wertvoll, da sie nach aktuellen Daten bereits ab Januar blüht und somit eine der ersten Nahrungsquellen des Jahres darstellt. Da sie zu den Wildtulpen gehört, ist sie besonders robust und kommt im Gegensatz zu Hochzuchten jedes Jahr zuverlässig wieder. Mit dieser kleinen Pflanze hilfst du den ersten fliegenden Bestäubern durch die kritische Zeit im Vorfrühling. Hol dir diesen genügsamen Frühaufsteher in dein Beet, wenn du ohne viel Aufwand etwas für die Artenvielfalt tun möchtest.
Goldgelber Frühlingsbote: Die robuste Wildtulpe für das erste Summen im Garten.
Die ökologische Bedeutung dieser Wildtulpe liegt vor allem in ihrer sehr frühen Blütezeit von Januar bis Mai. Da zu diesem Zeitpunkt nur wenige Pflanzen blühen, bietet sie ein wichtiges Nektarangebot für die ersten aktiven Insekten des Jahres. Die einfache, sternförmige Blütenform ermöglicht einen barrierefreien Zugang zu den Pollen- und Nektarvorräten. Im Gegensatz zu gefüllten Zierformen sind die Staubgefäße hier voll funktionsfähig und für Bestäuber nutzbar. Obwohl spezifische Beziehungsdaten zu einzelnen Insektenarten in der Datenbank fehlen, ist der Wert von Frühblühern für die allgemeine Biodiversität im Garten unbestritten. Sie hilft dabei, die Nahrungslücke im Vorfrühling zu schließen und fördert so ein stabiles Ökosystem.
Die Späte Tulpe (Tulipa urumiensis) ist als nicht kindersicher eingestuft. Alle Pflanzenteile enthalten Giftstoffe, die bei Verzehr zu Übelkeit und Erbrechen führen können; auch Hautreizungen beim Pflanzen sind möglich. Achte besonders auf neugierige Haustiere und Kleinkinder in deinem Garten. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Jan – Mai
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz, ideal sind Standorte mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne.
Boden: Der Untergrund muss durchlässig sein; Staunässe (stehendes Wasser) verträgt die Zwiebel nicht und führt zu Fäulnis.
Bodenbeschaffenheit: Ein eher magerer, mineralischer Boden mit Sand- oder Kiesanteil kommt ihrer Herkunft sehr entgegen.
Pflanzzeit Herbst: Setze die Zwiebeln zwischen September und November etwa acht bis zehn Zentimeter tief in die Erde.
Pflanzabstand: Halte etwa zehn Zentimeter Abstand zwischen den Zwiebeln, um dichte Gruppen zu bilden.
Pflege: Lass das Laub nach der Blüte unbedingt vollständig vergilben, damit die Pflanze Nährstoffe in der Zwiebel speichern kann.
Vermehrung: An einem ungestörten Platz bildet sie Tochterzwiebeln und verwildert über die Jahre von selbst.
Gute Partnerin: Frühlings-Fingerkraut (Potentilla verna) – es besiedelt ähnliche Trockenstandorte und bildet einen schützenden Pflanzenteppich.
Die Späte Tulpe (Tulipa urumiensis) gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) und stammt ursprünglich aus den Gebirgsregionen des Irans. In Mitteleuropa wird sie als winterharter Geophyt (Pflanze, die ungünstige Zeiten in einer Zwiebel überdauert) in Gärten geschätzt. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Trockenrasen (trockene, warme Magerwiesen) und steinige Hänge, was sie perfekt für Steingärten macht. Morphologisch zeichnet sie sich durch einen niedrigen Wuchs und oft mehrblütige Stängel aus, wobei die Blüten bei Sonnenschein eine markante Sternform annehmen. Sie ist eng mit anderen Wildtulpen verwandt, bleibt aber deutlich kompakter als die bekannten Gartentulpen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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