Bild folgtKI-generierte IllustrationTurdus eunomus Temminck, 1831
Die Rostflügeldrossel (Turdus eunomus) erkennt Ihr an ihrer markanten, dunklen Fleckung auf der hellen Unterseite und den namensgebenden rostbraunen Partien an den Flügeln. Diese Vögel erreichen etwa die Größe einer Singdrossel und bewegen sich am Boden oft hüpfend fort, während sie aufmerksam nach Nahrung suchen. Als typische Allesfresser ernähren sie sich von wirbellosen Tieren wie Insekten oder Würmern und greifen in der kalten Jahreszeit auf verfügbare Früchte zurück. Ihr Nest errichten diese Drosseln meist gut geschützt in dichten Hecken oder Bäumen. In unseren Breiten treten sie als Zugvögel (Vögel, die saisonal ihren Standort wechseln) auf, die weite Strecken zwischen Brut- und Überwinterungsgebieten zurücklegen. Ihr Ruf ist ein kräftiges tschak-tschak, das oft im Flug oder bei Erregung zu hören ist. Im Garten könnt Ihr die Tiere unterstützen, indem Ihr dichte Hecken als Rückzugsort erhaltet und auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtet. Eine naturnahe Gestaltung mit offenen Bodenstellen hilft ihnen bei der Suche nach Nahrung. Auch eine flache Vogeltränke mit frischem Wasser wird von den Tieren gerne angenommen. In strengen Wintern profitieren sie als Weichfutterfresser von einer Bodenfütterung mit Rosinen oder Haferflocken.
Wie alle heimischen Vogelarten steht auch die Rostflügeldrossel unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes. Es ist untersagt, die Tiere während der Brutzeit zu stören oder ihre Nester zu entfernen. Eine Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der nah verwandten Rotdrossel oder der Wacholderdrossel.
Die Rostflügeldrossel gehört zur Familie der Drosseln (Turdidae) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvögel. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich laut Datenbestand über Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien, wo sie als heimisch gilt. Innerhalb der Gattung Turdus zeichnet sie sich durch eine besonders kontrastreiche Färbung aus. Als tagaktive (während des Tages aktive) Vögel bevorzugen sie halboffene Landschaften mit ausreichendem Baumbestand. Von ähnlichen Arten lässt sie sich durch die rötlichen Flügelpartien und die dunkle Brustzeichnung abgrenzen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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