Bild folgtKI-generierte IllustrationTussilago alpina
Auch bekannt als: Tussilago alpina
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind bei der Alpen-Brandlattich (Tussilago alpina) die glänzenden, nierenförmigen Blätter, die auf der Unterseite meist leicht weißfilzig behaart sind. Als Spezialist für kühlere Lagen bringt sie alpines Flair in schattige Gartenecken und dient als wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Falter. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) suchen die Pflanze auf. Durch ihre Symbiose mit Bodenpilzen verbessert sie zudem die Bodenstruktur in deinem Garten. Wenn du einen feuchten, eher sauren Standort hast, ist diese Art eine wunderbare Bereicherung für dein persönliches Ökosystem.
Wichtige Futterpflanze für seltene Scheckenfalter der Alpenregion.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pflanze eine wichtige Anlaufstelle für verschiedene Scheckenfalter-Arten. Unter anderem profitieren der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) von ihrem Angebot. Auch seltenere Arten wie der Ockerfarbene Scheckenfalter (Melitaea ornata) oder der Algerische Scheckenfalter (Melitaea aetherie) zählen zu den Besuchern. Unter der Erde bildet sie eine AM-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) aus, was den Nährstoffkreislauf im Gartenboden effizient unterstützt. Für Schmetterlinge wie den Amerikanischen Distelfalter (Vanessa virginiensis) ist sie ebenfalls eine wertvolle Energiequelle.
Die Alpen-Brandlattich ist als nicht kindersicher eingestuft. Sie enthält natürliche Inhaltsstoffe, die bei Verzehr gesundheitsschädlich sein können, weshalb sie nicht für Haushalte mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren empfohlen wird. Verwechslungsgefahr besteht oberflächlich mit dem Huflattich, der jedoch erst nach der Blüte seine Blätter voll entwickelt.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Standort: Bevorzugt halbschattige bis schattige Plätze, die kühl bleiben.
Boden: Ideal ist ein humoser, kalkarmer Boden, der Feuchtigkeit gut speichert (vergleichbar mit Ellenberg-Feuchtezahl 6, also feuchter Boden ohne Staunässe).
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Achte darauf, dass der Wurzelbereich im Sommer nie ganz austrocknet; eine Mulchschicht aus Laub hilft hierbei.
Vermehrung: Eine Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr ist die einfachste Methode.
Düngung: Ein wenig reifer Kompost im Frühjahr genügt völlig.
Winter: Die Pflanze ist extrem frosthart und benötigt keinen Winterschutz.
Kombination: Gute Partnerin ist die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) – beide teilen die Vorliebe für saure, kühle Standorte und schaffen gemeinsam ein natürliches Waldsaum-Ambiente.
Die Alpen-Brandlattich (Tussilago alpina) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in den Gebirgsregionen von Deutschland und Österreich heimisch. Sie besiedelt dort bevorzugt feuchte Wälder, Moore und Hochstaudenfluren auf kalkarmen Böden. Charakteristisch ist ihr kriechendes Rhizom (unterirdischer Spross), aus dem im Frühjahr die purpurfarbenen Blütenstände an schuppigen Stielen austreiben. Botanisch eng verwandt mit dem Huflattich, unterscheidet sie sich durch ihre glänzenden, wintergrünen Blätter.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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