Bild folgtKI-generierte IllustrationUlota rehmannii
Auch bekannt als: Ulota rehmannii
Du erkennst Rehmanns Krausmoos (Ulota rehmannii) an seinen winzigen, gelbgrünen Polstern auf der Rinde von Laubbäumen und den charakteristisch gekräuselten Blättchen im trockenen Zustand. Dieses Moos ist ein spezialisierter Bewohner alter Baumstämme und trägt zur Artenvielfalt bei, indem es Feuchtigkeit speichert und Lebensraum auf kleinstem Raum bietet. Da keine Daten zu spezifischen Insekten vorliegen, schützt du mit diesem Moos vor allem die Vielfalt der Mikroorganismen. Schau doch mal bei feuchtem Wetter genau hin, wie sich die Polster vital entfalten.
Winziger Wasserspeicher auf Baumrinde: Ein seltener Schatz für Österreichs Gärten.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten liegen für Rehmanns Krausmoos (Ulota rehmannii) keine spezifischen Beziehungsdaten zu Insekten oder Vögeln vor. Dennoch spielt es eine wichtige Rolle im Wasserhaushalt des Gartens, da es Regenwasser wie ein Schwamm aufsaugt und langsam wieder abgibt. Die dichten Polster dienen als Rückzugsort für Kleinstlebewesen wie Milben oder Springschwänze, die zum biologischen Gleichgewicht beitragen. In naturnahen Gärten wird das Moos oft von Vögeln als hochwertiges und isolierendes Nistmaterial geschätzt. Es ist ein wertvoller Bestandteil der regionalen Flora Österreichs auf mikroskopischer Ebene.
Gemäß der Datenbankeinstufung ist die Pflanze als nicht kindersicher deklariert. Es sollte darauf geachtet werden, dass Kinder die Moospolster nicht berühren oder Teile davon in den Mund nehmen. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Blütenpflanzen besteht aufgrund der geringen Größe und des Wuchsortes auf Baumrinde jedoch nicht.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Rehmanns Krausmoos (Ulota rehmannii) benötigt keinen Boden im klassischen Sinne, da es ausschließlich auf Baumrinde wächst.
Der ideale Standort ist die Borke von heimischen Laubbäumen in halbschattigen, luftfeuchten Gartenbereichen.
Da keine Ellenberg-Werte vorliegen, förderst du die Art am besten durch den Erhalt alter Baumsubstanz.
Eine Ansiedlung oder das Versetzen von Rindenstücken erfolgt am besten von März bis Mai oder von September bis November.
Die Vermehrung erfolgt über Windausbreitung der Sporen, die bei feuchter Witterung aus den Kapseln entlassen werden.
Vermeide das Reinigen von Baumstämmen mit Bürsten, um die empfindlichen Polster nicht mechanisch zu zerstören.
Da das Moos laut Datenbasis als nicht kindersicher eingestuft wird, sollte es außerhalb der Reichweite von Kleinkindern wachsen.
Achte auf eine gute Luftqualität, da Moose Schadstoffe direkt über ihre Oberfläche aus der Umgebung aufnehmen.
Chemische Dünger oder Pestizide im Baumumfeld sind schädlich und sollten unbedingt vermieden werden.
Gute Partnerin: Die Gelbflechte (Xanthoria parietina) – beide Arten teilen den Lebensraum Baumrinde und besiedeln ähnliche ökologische Nischen.
Rehmanns Krausmoos (Ulota rehmannii) gehört zur Familie der Krausmoosgewächse (Orthotrichaceae) und siedelt sich vor allem in luftfeuchten Regionen an. Die Art ist in Österreich heimisch und wächst bevorzugt als Epiphyt (Pflanze, die auf anderen Pflanzen wächst) auf der Borke von Laubbäumen. Typisch sind die kleinen, kugeligen Kapseln, die im Februar oft schon sichtbar sind und die Sporen für die Vermehrung enthalten. Die Blätter sind im trockenen Zustand stark verbogen, was der Pflanze ihren Namen verleiht und sie von anderen Moosarten unterscheidbar macht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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