Bild folgtKI-generierte IllustrationUria aalge (Pontoppidan, 1763)
Auch bekannt als: dumme Lumme, Trottellume
Die Trottellumme (Uria aalge) ist an ihrem tiefschwarzen Rücken, dem schneeweißen Bauch und dem langen, dolchartigen Schnabel gut zu erkennen. In Deinem Garten wirst Du sie jedoch vergeblich suchen, da dieser Vogel als Fleischfresser (Tierfresser) ausschließlich im und am Meer lebt und sich von kleinen Fischen ernährt. Als spezialisierter Klippenbrüter benötigt sie steile Felswände direkt an der Küste, wo sie ihr einziges Ei ohne Nestbau auf nacktem Stein ablegt. Diese Vögel sind Kurzstreckenzieher (Zugvögel, die in nahen Meeresgebieten überwintern) und verbringen den Winter meist auf dem offenen Wasser. Da sie keine Gartenbesucher sind, kannst Du keine klassischen Hilfen wie Nistkästen anbieten. Ihr Schutz findet vor allem durch saubere Meere und den Erhalt von Fischbeständen statt, was indirekt jedem Naturfreund am Herzen liegt. Ihr Ruf ist ein tiefes, vibrierendes Knurren, das vor allem in den großen Brutkolonien zu hören ist. Im Binnenland ist sie nur in extremen Ausnahmefällen nach schweren Stürmen als seltener Gast anzutreffen.
Die Trottellumme ist als heimische Art gesetzlich geschützt und ihre Brutplätze dürfen auf keinen Fall gestört werden. Da sie ihre Eier ungeschützt auf Felsvorsprüngen ablegt, führt jede Beunruhigung oft zum Verlust der Brut durch Herunterrollen. Eine Verwechslung im Garten ist aufgrund des Lebensraums ausgeschlossen.
Taxonomisch gehört die Trottellumme zur Familie der Alkenvögel (Alcidae) und ist eng mit dem Alken verwandt. Ihre Verbreitung erstreckt sich über die Küsten des Nordatlantiks, wobei sie in Deutschland als einziger Brutplatz auf Helgoland vorkommt. Sie führt eine rein marine Lebensweise (auf das Meer bezogen) und kommt nur zur Fortpflanzung an Land. Von der ähnlichen Gattung der Tordalke lässt sie sich durch ihren deutlich feineren, spitzen Schnabel unterscheiden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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