Bild folgtKI-generierte IllustrationValeriana repens
Auch bekannt als: Katzenwargel, Stinkwurz, Mondwurz, Arzneibaldrian, Katzenkraut, Tolljan, Augenwurzel, Bullerjan, Hexenkraut, Echter Baldrian
An den langen, oberirdischen Ausläufern lässt sich der Kriechende Baldrian (Valeriana repens) sofort erkennen. Er bildet dichte Matten und schmückt sich im Sommer mit zarten, weiß-rosa Blütenständen auf aufrechten Stielen. Diese heimische Wildpflanze ist für naturnahe Gärten in Deutschland und der Schweiz eine hervorragende Wahl für feuchte Standorte. Durch seinen kriechenden Wuchs dient er als natürlicher Bodendecker und festigt das Erdreich an Wasserläufen. Da er sehr vital ist, eignet er sich wunderbar für dich, wenn du dynamische und naturnahe Gartenbereiche gestalten möchtest.
Wanderlust am Wasser: Der Kriechende Baldrian erobert feuchte Gartenstellen.
In Deutschland und der Schweiz unterstützt der Kriechende Baldrian (Valeriana repens) als heimische Art die lokale Biodiversität (Vielfalt des Lebens). Seine dichten Bestände in Feuchtzonen bieten der Bodenfauna (Gesamtheit der im Boden lebenden Tiere) wichtigen Schutz und regulieren das Kleinklima am Boden. Da für diese Art keine spezifischen Bestäubungsdaten in unserer Datenbank vorliegen, steht seine ökologische Bedeutung vor allem in der Strukturgebung für Feuchtbiotope (lebensraumtypische Gemeinschaften) im Vordergrund. Er trägt zur Vernetzung von Lebensräumen bei, indem er natürliche Übergangszonen zwischen Land und Wasser besiedelt. Im Winter bieten die stehengelassenen Reste der Pflanze Überwinterungsplätze für kleine Lebewesen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1 m
Suche für den Kriechenden Baldrian (Valeriana repens) einen sonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte dauerhaft feucht und reich an Nährstoffen sein, da die Pflanze an trockenen Stellen schnell kümmert.
Du kannst ihn von März bis Mai oder von September bis Ende November pflanzen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Gib ihm ausreichend Raum, da er durch seine Ausläufer gerne auf Wanderschaft geht.
Im zeitigen Frühjahr, etwa im Februar, kannst du die vertrockneten Triebe des Vorjahres zurückschneiden.
Eine Vermehrung ist durch das einfache Abtrennen und Umpflanzen der bewurzelten Ausläufer möglich.
Achte darauf, dass der Standort nicht austrocknet, besonders in heißen Sommermonaten ist zusätzliches Gießen an Teichrändern oft nicht nötig.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica) – beide teilen die Vorliebe für feuchte Böden und ergänzen sich optisch hervorragend in einer naturnahen Uferbepflanzung.
Diese Kombination fördert die Standortstabilität und schafft ein harmonisches Bild an Wasserstellen.
Der Kriechende Baldrian (Valeriana repens) gehört zur Ordnung der Kardenartigen (Dipsacales) und zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland und die Schweiz, wo er bevorzugt in feuchten Auen, Gräben und an Bachrändern vorkommt. Morphologisch unterscheidet er sich von verwandten Arten durch seine namensgebenden Stolone (oberirdische Kriechsprosse), die der schnellen Ausbreitung dienen. Die unpaarig gefiederten Blätter und die trugdoldigen Blütenstände sind typische Merkmale dieser mehrjährigen, krautigen Pflanze.
1 Video zu Kriechender Baldrian

•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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