Bild folgtKI-generierte IllustrationValeriana saliunca
Auch bekannt als: Felsschutt-Baldrian, Weidenblättriger Baldrian
An ihren zierlichen, hellrosa bis weißen Blütendolden und den auffallend schmalen, weidenähnlichen Blättern lässt sich Valeriana saliunca sofort erkennen. Sie ist eine ideale Besetzung für karge Stellen, an denen andere Pflanzen kaum eine Chance haben, und fördert so die Vielfalt an spezialisierten Lebensräumen. Da sie an extreme Hochgebirgslagen angepasst ist, zeigt sie eine beeindruckende Robustheit gegenüber Kälte und kargen Böden. Wenn du eine Vorliebe für alpine Originale hast, ist dieser Baldrian eine Bereicherung für deine Pflanzensammlung. Du wirst Freude daran haben, wie sie sich im Frühjahr aus den Steinfugen schiebt.
Ein Stück Alpen für deinen Steingarten: Robust, heimisch und charakterstark.
Nach aktuellen Daten liegen keine spezifischen Bestäuberbeziehungen für diese Art vor, doch als heimische Pflanze der österreichischen Alpen ist sie ein wichtiger Bestandteil der alpinen Biodiversität. Sie besiedelt ökologische Nischen auf Gesteinsfluren, die für die meisten anderen Pflanzen unbewohnbar sind. Damit bietet sie Struktur und potenziellen Lebensraum für die spezialisierte Fauna der Hochlagen. In einem naturnahen Garten trägt sie dazu bei, ein regionales Ökosystem nachzubilden und die Vielfalt der Gebirgsflora zu erhalten. Ihre Samen können im Winter als Nahrungsquelle für kleine Vögel dienen, wenn sie über der Schneedecke stehen bleiben. Durch die Ansiedlung solcher Spezialisten förderst du die genetische Vielfalt heimischer Wildpflanzen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.07 m
Wähle für die Pflanze einen vollsonnigen Platz, der ihren alpinen Ursprüngen gerecht wird.
Der Boden muss extrem durchlässig sein; ideal ist eine Mischung aus Erde und reichlich mineralischen Anteilen wie Kalksplitt oder Schotter.
Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) muss unbedingt vermieden werden, da die Wurzeln sonst faulen.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Im Februar kannst du bereits den Standort vorbereiten und den Boden bei Bedarf mit Kies abmagern (nährstoffarm machen).
Da die Pflanze nährstoffarme Bedingungen gewohnt ist, solltest du auf jegliche Düngung verzichten.
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, das Entfernen verblühter Stängel kann jedoch die Selbstaussaat kontrollieren.
Gießen ist nur in extremen Trockenperioden im Sommer nötig, da sie an Wassermangel angepasst ist.
Als Begleitpflanze eignet sich die Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) hervorragend.
Diese Kombination ist ökologisch sinnvoll, da beide Arten ähnliche Ansprüche an kalkhaltige, magere Substrate haben und sich im Wuchs ergänzen.
Valeriana saliunca gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) in der Ordnung der Kardenartigen (Dipsacales). Als heimische Art Österreichs besiedelt sie bevorzugt kalkhaltige Gesteinsfluren und Schutthalden der Hochalpen. Morphologisch ist sie durch ihren niedrigen, polsterartigen Wuchs und die ganzrandigen, schmalen Laubblätter charakterisiert. Sie ist eine klassische Gebirgspflanze, die morphologische Anpassungen an starke Sonneneinstrahlung und Wind aufweist.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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