Bild folgtKI-generierte IllustrationVerbascum bastardii
Auch bekannt als: Verbascum bastardii
Wer die Bastard-Königskerze (Verbascum bastardii) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Sie besticht durch ihre meterhohen, straff aufrechten Blütenkerzen mit einer Vielzahl hellgelber Einzelblüten. In deinem Garten ist sie besonders wertvoll, da sie als Pionierpflanze (Erstbesiedlerin auf offenen Böden) karge Stellen schnell begrünt und Struktur in die Beete bringt. Da sie standfest bis in den Winter bleibt, bietet sie wichtige Überwinterungsplätze für nützliche Gartenbewohner in ihren hohlen Stängeln. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die mit wenig Wasser auskommt, machst du mit ihr alles richtig.
Heimischer Blickfang aus Österreich für trockene Standorte und sonnige Beete.
Nach aktuellen Beobachtungen in ökologischen Gärten ist die Bastard-Königskerze eine wichtige Anlaufstelle für verschiedene Bestäuber. Die zahlreichen Blüten bieten über mehrere Wochen hinweg Pollen und Nektar für Wildbienen und Schwebfliegen. Besonders wertvoll ist die Pflanze im abgeblühten Zustand: Die trockenen Samenstände dienen im Winter als natürliche Futterquelle für Vögel. Zudem bieten die markigen Stängel einen geschützten Rückzugsort für Insektenlarven. Da die Art in Österreich heimisch ist, ist sie perfekt in das dortige Ökosystem eingegliedert und unterstützt die lokale Artenvielfalt.
Bitte beachte, dass die Bastard-Königskerze als nicht kindersicher eingestuft wird. Sie enthält Saponine (seifenähnliche Inhaltsstoffe), die bei Kontakt oder Verzehr Reizungen hervorrufen können. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, solltest du sie daher an Stellen pflanzen, die nicht direkt zugänglich sind.
Licht
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Blütezeit
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Die Bastard-Königskerze ist eine ideale Pflanze für sonnige und trockene Standorte in deinem Garten.
Wähle einen Platz mit durchlässigem Boden; Schotterbeete oder magere Gartenböden sind ideal.
Staunässe (zu viel Wasser im Wurzelbereich) solltest du unbedingt vermeiden, da die Pfahlwurzel sonst faulen kann.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Einmal etabliert, benötigt sie kaum zusätzliche Wassergaben.
Da sie zweijährig wächst, empfiehlt es sich, die Samenstände im Herbst stehen zu lassen, damit sie sich durch Selbstaussaat im Garten halten kann.
Ein Rückschnitt erfolgt erst im späten Frühjahr, um Insekten die Überwinterung im Stängel zu ermöglichen.
Dünger ist meist nicht notwendig, da die Pflanze an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist.
Gute Partnerin: Die Färberkamille (Anthemis tinctoria) – beide teilen die Vorliebe für trockene, magere Standorte und ergänzen sich optisch durch ihre Gelbtöne.
Die Bastard-Königskerze gehört zur Gattung der Königskerzen (Verbascum) innerhalb der Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae). In unserer Region ist sie als heimische Art in Österreich verbreitet, wo sie vor allem trockene Standorte und Ruderalflächen (unbebaute Flächen mit Schutt oder Kies) besiedelt. Charakteristisch ist ihre zweijährige Lebensweise, bei der sie im ersten Jahr eine bodennahe Blattrosette ausbildet und im zweiten Jahr den markanten Blütenstand austreibt. Die Blätter sind oft filzig behaart, was einen wirksamen Verdunstungsschutz darstellt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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