Bild folgtKI-generierte IllustrationVerbascum olympicum
Auch bekannt als: Verbascum olympicum
Kaum zu übersehen: Die Olymp-Königskerze (Verbascum olympicum) besticht durch ihren kandelaberartigen Wuchs und die silbrig-filzigen Blätter, die weit über zwei Meter hoch aufragen können. Für deinen Naturgarten ist sie ein Gewinn, da sie über eine lange Zeitspanne hinweg Nahrung für Fluginsekten bereithält. In den hohlen Stängeln finden kleine Gartenbewohner zudem einen sicheren Platz für den Winter. Als zweijährige Art bringt sie eine natürliche Dynamik in deine Beete, indem sie ihren Standort durch Selbstaussaat leicht verändert. Hast du schon einen sonnigen Platz für diesen imposanten Gast reserviert?
Majestätischer Kandelaber: Die zweijährige Riesin für sonnige Trockenbeete.
Durch die sukzessive Blüte – also das nacheinander Erblühen der Knospen – bietet die Olymp-Königskerze über einen langen Zeitraum Nahrung. Da die Blüten zahlreich an den verzweigten Ästen stehen, finden viele Bestäuber hier gleichzeitig eine verlässliche Energiequelle. Im Winter verwandeln sich die markanten Stängel in ein wertvolles Habitat (Lebensraum): In den hohlen Strukturen können Insektenlarven geschützt überwintern. Die feinen Samen in den Kapseln dienen zudem als natürliche Futterquelle für Vögel in der kargen Jahreszeit. Indem du die Pflanze bis zum Frühjahr stehen lässt, förderst du diesen wertvollen ökologischen Kreislauf direkt in deinem Garten.
Die Olymp-Königskerze (Verbascum olympicum) ist laut Datenbank nicht kindersicher. Sie enthält in ihren Samen Saponine (pflanzliche Seifenstoffe) und besitzt feine Härchen, die bei Kontakt Haut und Schleimhäute reizen können. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du die Pflanze daher so platzieren, dass sie nicht direkt im Spielbereich steht, und auf einen vorsichtigen Umgang achten.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Jun – Aug
Die Pflanze benötigt einen vollsonnigen Platz auf eher magerem Untergrund.
Durchlässige Erde ist wichtig, da Staunässe (zu viel Wasser im Wurzelbereich) gerade im Winter zum Faulen der Rosette führen kann.
Du kannst sie von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November setzen, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Der Boden sollte einem Ellenberg-Stickstoffwert von 3 (eher nährstoffarme Standorte) entsprechen, was die Standfestigkeit der hohen Stängel fördert.
Ein Rückschnitt sollte erst im Spätwinter erfolgen, damit die Samenstände Tieren als Nahrung dienen können.
Gießen musst du sie nur direkt nach dem Einpflanzen; danach ist sie extrem trockenheitsresistent.
Da sie zweijährig ist, stirbt die Mutterpflanze nach der Blüte ab, hinterlässt aber meist Nachkommen durch Selbstaussaat.
Dünger ist nicht notwendig und führt eher dazu, dass die Pflanze zu mastig wächst und umkippt.
Achte darauf, der Pflanze im Beet genügend Raum zu geben, da sie im zweiten Jahr stark in die Breite geht.
Eine ideale Partnerin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide schätzen trockene, sonnige Plätze und bieten unterschiedliche Blütenformen für Bestäuber an.
Die Olymp-Königskerze (Verbascum olympicum) gehört zur Ordnung der Braunwurzartigen (Lamiales) innerhalb der Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae). In der Region ist sie in Österreich heimisch und besiedelt dort bevorzugt warme, trockene Standorte wie Xerothermrasen (warme, magere Wiesen). Charakteristisch ist ihre zweijährige Lebensweise, bei der sie im ersten Jahr eine silbrige Blattrosette und im zweiten den mächtigen Blütenstand ausbildet. Ein dichter Filz aus Sternhaaren überzieht die gesamte Pflanze und schützt sie effektiv vor intensiver Sonneneinstrahlung und Verdunstung.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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