
Verbascum phoeniceum
Auch bekannt als: Violette Königskerze
4
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Purpur-Königskerze (Verbascum phoeniceum) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren tief violetten Blüten an aufrechten, meist unverzweigten Stängeln ist sie eine wahre Ausnahmeerscheinung unter den heimischen Königskerzen. Da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 2 als stark gefährdet gilt, holst du dir mit ihr echten Artenschutz in den Garten. Besonders Hummeln wie die Waldhummel (Bombus sylvarum) oder die Steinhummel (Bombus lapidarius) profitieren von ihrem Pollenangebot. Wenn du einen sonnigen, trockenen Platz hast, ist sie die ideale Wahl für dich.
Ein violetter Schatz für Waldhummeln: Die gefährdete Schönheit für magere Böden.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Purpur-Königskerze eine wertvolle Pollenquelle für verschiedene Hummelarten. Besonders die seltene Waldhummel (Bombus sylvarum) besucht die violetten Blüten regelmäßig. Auch die Steinhummel (Bombus lapidarius) und die Ackerhummel (Bombus pascuorum) gehören zu den häufigen Gästen an dieser Pflanze. Da sie als stark gefährdet (Rote Liste 2) eingestuft ist, bietet ihr Anbau im Garten einen wichtigen Rückzugsort für Insekten in einer zunehmend überdüngten Landschaft. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände zudem als Nahrung für kleine Vögel.
Bitte beachte, dass die Purpur-Königskerze nicht als kindersicher eingestuft wird. Sie enthält wie viele Königskerzen-Arten Saponine (seifenähnliche Inhaltsstoffe), die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Ein vorsichtiger Umgang ist daher ratsam, falls kleine Kinder im Garten spielen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.49 m
Wähle für die Purpur-Königskerze einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte trocken und mager sein, da die Pflanze ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist.
Zu viel Dünger oder Staunässe verträgt sie nicht, das würde ihre Lebensdauer verkürzen.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Setze die Jungpflanzen so, dass die Blattrosette flach auf der Erde aufliegt.
Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte im Juli kann manchmal eine zweite Nachblüte fördern.
Lass die Samenstände im Herbst unbedingt stehen, damit sich die Pflanze durch Selbstaussaat im Garten erhalten kann.
Die Art ist eher kurzlebig, wandert aber durch Versamung gerne an neue, passende Stellen im Beet.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – beide teilen die Vorliebe für trockene, nährstoffarme Standorte und bilden ein schönes Farbspiel.
Die Purpur-Königskerze gehört zur Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als indigene (einheimische) Art oder Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) heimisch. Sie besiedelt bevorzugt trocken-warme Standorte wie Magerrasen (nährstoffarme Wiesen) oder Steppenheiden. Charakteristisch ist ihre grundständige Blattrosette, aus der im Frühsommer der bis zu 60 Zentimeter hohe Blütenstand emporwächst. Im Gegensatz zu vielen gelben Verwandten blüht diese Art fast ausschließlich in Purpurtönen.
3 Videos zu Purpur-Königskerze



4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Alain de Maximy / Adobe Stock
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