Bild folgtKI-generierte IllustrationVertigo geyeri
Auch bekannt als: Vierzähnige Windelschnecke
Die Geyers Windelschnecke (Vertigo geyeri) ist ein winziger Bewohner feuchter Lebensräume, dessen Gehäuse oft kleiner als ein Stecknadelkopf bleibt. In Deinem Garten entdeckst Du diesen Vertreter der Windelschnecken (Vertiginidae) meist nur bei sehr genauem Hinsehen in dauerfeuchten Bereichen. Als typischer Destruent (Zersetzer) ernährt sich das Tier von Detritus (abgestorbenem organischen Material) sowie von feinsten Algen und Pilzrasen. Diese Ernährungsweise hilft dabei, Nährstoffe im Gartenkreislauf zu halten und den Boden zu verbessern. Du findest sie bevorzugt an Stellen, die niemals ganz austrocknen und über einen längeren Zeitraum ungestört bleiben. Um diesen seltenen Gästen zu helfen, solltest Du Sumpfzonen oder feuchte Gräben im Garten erhalten und nicht trockenlegen. Auf den Einsatz von Schneckenkorn oder anderen Pestiziden (Schädlingsbekämpfungsmitteln) solltest Du zwingend verzichten, um die empfindlichen Bestände zu schonen. Ein naturnaher Garten mit einer dichten Krautschicht bietet den nötigen Schutz vor Sonne und Wind. Da sie sehr standorttreu ist, profitiert sie von einer dauerhaften, stabilen Gartenpflege ohne radikale Umgestaltungen. Beobachtungen gelingen am ehesten an kühlen, feuchten Vormittagen direkt an der Bodenoberfläche.
Diese kleine Schnecke ist für Menschen absolut harmlos und schädigt keine Gartenkulturen, da sie kein Frischgrün frisst. (Vertigo geyeri) steht unter strengem Naturschutz, weshalb ihre Lebensräume besonders geschont werden sollten.
Die Gattung Vertigo gehört zur Familie der Windelschnecken (Vertiginidae) und umfasst sehr kleine Landschnecken mit charakteristischen Gehäusemündungen. In Mitteleuropa besiedelt (Vertigo geyeri) vorwiegend kalkreiche Niedermoore und dauerfeuchte Standorte. Die Art lebt meist verborgen in der Bodenstreu oder an der Basis feuchtigkeitsliebender Vegetation. Aufgrund ihrer Bindung an spezifische hydrologische (wasserbezogene) Bedingungen gilt sie als ökologisch anspruchsvoll.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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