Bild folgtKI-generierte IllustrationVicia cassubica
Auch bekannt als: Kassuben-Wicke
Du erkennst die Kaschuben-Wicke (Vicia cassubica) an ihren rötlich-violetten Schmetterlingsblüten, die in lockeren Trauben stehen, und den zart gefiederten Blättern. Sie ist eine wertvolle Rarität für lichte Gartenbereiche, die auf der Vorwarnliste (Arten mit zurückgehenden Beständen) der Roten Liste steht. Als Partnerin für Bodenpilze, die sogenannte Arbuskuläre Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln), leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Bodengesundheit. Wenn du einen trockenen, halbschattigen Platz mit magerem Boden hast, ist sie die perfekte Wahl. Mit dieser Pflanze holst du dir eine geschützte Schönheit in den Garten.
Seltene Wildschönheit: Die Kaschuben-Wicke fördert Vielfalt im Halbschatten.
Diese einheimische Wicke ist ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt und steht bereits auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Durch ihre Fähigkeit zur Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM) verbessert sie die Bodenstruktur und fördert das mikrobielle Leben im Erdreich. Da sie Stickstoff fixiert, wirkt sie als natürlicher Bodenverbesserer für magere Standorte. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten in den aktuellen Datensätzen fehlen, sichert ihr Erhalt das Überleben einer selten gewordenen Wildpflanze. In deinem Garten hilft sie dabei, die genetische Vielfalt regionaler Pflanzenvorkommen zu bewahren und bietet Struktur für die Bodenfauna.
Die Kaschuben-Wicke wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie bei vielen Wicken enthalten die Pflanzenteile und insbesondere die Samen Stoffe, die bei Verzehr gesundheitliche Probleme verursachen können. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du sie daher außerhalb der direkten Spielbereiche pflanzen. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doppelgängern.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.43 m
1. Wähle einen Standort im Halbschatten (Bereiche mit gefiltertem Licht).
2. Der Boden sollte trocken (geringe Feuchtigkeit) sein.
3. Da die Pflanze ein Schwachzehrer (Geringzehrer) ist, benötigt sie einen mageren Boden.
4. Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder von September bis November.
5. Sorge beim Einsetzen dafür, dass der Boden offen und frei von Frost ist.
6. Da sie eine Arbuskuläre Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln) nutzt, ist ein ungestörter Boden vorteilhaft.
7. Als magerheitsliebende Art darf sie auf keinen Fall gedüngt werden.
8. Gießen musst du nur während der ersten Anwachsphase bei extremer Trockenheit.
9. Die Pflanze ist aufgrund ihrer Standortansprüche im richtigen Umfeld sehr pflegeleicht.
10. Gute Partnerin: Die Echte Betonie (Betonica officinalis).
11. Ökologische Begründung: Beide Arten teilen sich den natürlichen Lebensraum am trockenen, mageren Gehölzrand.
12. Zusammen bilden sie eine wertvolle Pflanzengesellschaft, die lichte Schattenbereiche im Garten ökologisch aufwertet.
Die Kaschuben-Wicke (Vicia cassubica) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) in der Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales). Sie ist in Deutschland und Österreich einheimisch und besiedelt vorrangig lichte Wälder sowie trockene Waldränder. Charakteristisch für diese Art ist ihr aufrechter bis kletternder Wuchs und die markant lang gestielten Blütenstände. Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) hat sie sich perfekt an nährstoffarme Verhältnisse angepasst. Sie lebt in einer engen Gemeinschaft mit Bodenpilzen (Arbuskuläre Mykorrhiza), was ihre Versorgung an kargen Standorten verbessert.
1 Video zu Kaschuben-Wicke

•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →