Bild folgtKI-generierte IllustrationVicia dumetorum
Schon von weitem fällt die Hecken-Wicke durch ihre leuchtenden, purpurroten Blütenbüschel auf, die sich beim Verblühen charakteristisch bläulich färben. Da sie auf der Vorwarnliste (Rote Liste: V) steht, holst du dir mit ihr eine Rarität in den Garten, die in der freien Natur leider immer seltener wird. Als heimische Kletterpflanze nutzt sie Hecken oder Zäune, um sich dekorativ nach oben zu schieben. Da sie halbschattige Plätze und frische (mäßig feuchte) Böden liebt, füllt sie perfekt Lücken unter deinen Gehölzen. Mit deiner Wahl hilfst du aktiv, diese gefährdete Art in unserer Region zu erhalten.
Seltene Kletter-Schönheit: Hol dir die gefährdete Hecken-Wicke in deinen Garten.
Aufgrund ihres Status auf der Vorwarnliste (Rote Liste: V) ist die Hecken-Wicke eine wertvolle Ergänzung für deinen Naturgarten. Als indigenes (einheimisches) Gewächs ist sie perfekt an unsere regionalen Bedingungen angepasst. In naturnahen Hecken bietet sie durch ihr dichtes Blattwerk wichtigen Lebensraum und Schutz für verschiedene Lebewesen. Da sie zu den Hülsenfruchtlern gehört, trägt sie über spezielle Wurzelknöllchen zur natürlichen Stickstoffanreicherung im Boden bei. Die Reifung der Samen im Spätsommer sorgt für den Fortbestand der Art an ihrem Standort. Jede Pflanzung unterstützt den Erhalt der biologischen Vielfalt.
Die Hecken-Wicke ist nicht kindersicher. Da sie zu den Wicken gehört, können vor allem die Samen in den Hülsen bei Verzehr problematisch sein. Achte daher darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile essen. Es besteht keine unmittelbare Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doppelgängern.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.44 m
An den Standort stellt die Hecken-Wicke klare Ansprüche: Wähle einen Platz im Halbschatten mit frischem, also mäßig feuchtem Boden. In normaler Gartenerde (Mittelzehrer) fühlt sie sich am wohlsten. Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder von September bis November, solange der Boden frostfrei ist. Da sie eine Kletterpflanze ist, benötigt sie eine natürliche Stütze. Ein Standort am Rand einer Wildhecke ist ideal.
Setze die Pflanze tief genug ein und halte den Boden anfangs gleichmäßig feucht.
Vermeide dauerhafte Staunässe, aber lass die Erde nie ganz austrocknen.
Ein Rückschnitt ist im Spätherbst möglich, aber für den Naturschutz nicht zwingend nötig.
Gute Partnerin: Die Schlehe (Prunus spinosa) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und die Schlehe dient der Wicke als perfektes, stabiles Klettergerüst.
Die Hecken-Wicke (Vicia dumetorum) gehört zur Familie der Hülsenfruchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Du findest sie natürlicherweise in lichten Laubwäldern oder an schattigen Waldrändern. Ein typisches Merkmal sind die paarig gefiederten Blätter mit ihren auffällig großen, eiförmigen Teilblättchen. Ihr Stängel ist im Vergleich zu anderen Wickenarten recht kräftig und kantig gebaut, was ihr beim Klettern an anderen Pflanzen die nötige Stabilität verleiht.
3 Videos zu Hecken-Wicke



•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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