Bild folgtKI-generierte IllustrationVicia serratifolia
Auch bekannt als: Vicia serratifolia
Wer die Sägeblättrige Wicke (Vicia serratifolia) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre Blattränder sind markant gezackt, was sie von allen anderen Wickenarten sofort unterscheidet. Als Hülsenfrüchtler (Fabaceae) bringt sie wertvolle Nährstoffe in den Kreislauf Deiner Beete ein. Da sie kletternd wächst, bietet sie eine schöne vertikale Struktur für naturnahe Gartenecken. Wenn Du eine botanische Besonderheit mit praktischem Nutzen für die Bodenpflege suchst, ist sie die ideale Wahl.
Gezackte Seltenheit: Die Sägeblättrige Wicke düngt Deinen Boden ganz von selbst.
Die ökologische Bedeutung der Sägeblättrigen Wicke liegt vor allem in ihrer Fähigkeit zur Bodenverbesserung durch Stickstofffixierung (Bindung von Luftstickstoff durch Wurzelbakterien). Dies dient als natürlicher Dünger für die gesamte Pflanzengemeinschaft. Da für diese seltene Art keine spezifischen Daten zu Bestäubern vorliegen, lässt sich ihr Wert als Nektarqualle für die allgemeine Insektenwelt vor allem durch die Verwandtschaft mit anderen Wicken ableiten. Die Samen bieten im Winter eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel, wenn Du die vertrockneten Schoten im Garten belässt. Zudem schafft ihr dichtes Blattwerk ein geschütztes Mikrohabitat (kleiner Lebensraum) für am Boden lebende Kleintiere.
Die Sägeblättrige Wicke wird als nicht kindersicher eingestuft. Die Samen enthalten bei vielen Wickenarten Stoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können, weshalb Vorsicht bei kleinen Kindern im Garten geboten ist. Dank der einzigartigen gesägten Blätter besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Aug – Sep
Die Sägeblättrige Wicke bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort auf nährstoffreichen und eher kalkhaltigen Böden.
Standort: Ideal sind warme Plätze, die nicht zu Staunässe neigen.
Boden: Die Erde sollte tiefgründig sein, damit die Wurzeln gut vordringen können.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden offen ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist während der Wachstumsphase nicht nötig. Lass die Pflanze nach der Blüte stehen, damit die Samen ausreifen können.
Vermehrung: Sie lässt sich unkompliziert über die im Spätsommer gesammelten Samen vermehren.
Sicherheit: Da die Pflanze nicht als kindersicher gilt, solltest Du sie nicht direkt am Rand von Spielflächen platzieren.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea). Beide Arten teilen sich ähnliche Standortansprüche und die stabilen Stängel der Flockenblume dienen der Wicke als natürliche Kletterhilfe.
Die Sägeblättrige Wicke (Vicia serratifolia) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie ist in unserer Region vor allem in Österreich verbreitet, wo sie typischerweise an sonnigen Waldrändern oder in Gebüschsäumen (Übergangsbereiche zwischen verschiedenen Lebensräumen) vorkommt. Ihr markantestes Merkmal sind die gezähnten Ränder der Teilblättchen an den gefiederten Blättern (Blätter, die aus mehreren kleinen Einzelblättchen bestehen). Mit Hilfe ihrer Blattranken klettert sie geschickt an anderen Pflanzen empor.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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