Bild folgtKI-generierte IllustrationVigna subterranea
Auch bekannt als: Bambara-Erdnuß, Bambara-Erdnuss, Erderbse
An ihren dreizähligen Blättern und den hellgelben Schmetterlingsblüten, die nach der Bestäubung zur Fruchtreife in den Boden wachsen, lässt sich die Erderbse (Vigna subterranea) sofort erkennen. Als Leguminose (Hülsenfruchtgewächs) ist sie eine wertvolle Bodenverbesserin, da sie mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff im Erdreich anreichert. In deinem Naturgarten dient sie somit als natürliche Nährstoffquelle für benachbarte Pflanzen. Da sie ihre Früchte unterirdisch bildet, ist sie zudem ein faszinierendes Beobachtungsobjekt für neugierige Gärtner. Wenn du die Bodenfruchtbarkeit auf natürliche Weise steigern möchtest, ist diese Art eine wunderbare Bereicherung für deine Beete.
Faszinierende Bodenverbesserin: Die Erbse, die ihre Früchte im Boden versteckt.
Die Erderbse spielt eine wichtige Rolle im Stoffkreislauf des Gartens, da sie durch Stickstofffixierung (Umwandlung von Luftstickstoff in Pflanzendünger) die Bodenqualität verbessert. Davon profitieren nachfolgende oder benachbarte Pflanzen indirekt durch ein besseres Nährstoffangebot. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, liegt ihr Hauptnutzen in der Bodenökologie. Die dichte Belaubung wirkt zudem als lebender Mulch (Bodenabdeckung), der die Verdunstung reduziert und das Bodenleben schützt. Im Winter tragen die verrottenden Pflanzenteile zur Humusbildung (Entstehung fruchtbarer Erde) bei.
Die Erderbse ist laut vorliegenden Daten nicht als kindersicher eingestuft. Es sollte daher darauf geachtet werden, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen, da Unverträglichkeiten nicht ausgeschlossen werden können. Aufgrund ihrer charakteristischen unterirdischen Fruchtbildung besteht jedoch kaum eine Verwechslungsgefahr mit giftigen heimischen Wildarten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Wähle für die Erderbse einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus, der viel Wärme speichert.
Der Boden muss unbedingt sandig und sehr locker sein, damit die Pflanze ihre Früchte problemlos in die Erde schieben kann.
Ein Standort mit mäßiger Feuchtigkeit ist ideal; vermeide jedoch unbedingt Staunässe (stehendes Wasser), da die Wurzeln sonst faulen.
Die Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Da die Pflanze Stickstoff selbst fixiert (aus der Luft bindet), ist eine zusätzliche Düngung nicht notwendig.
Halte das Beet unkrautfrei, damit die jungen Triebe beim Einwachsen in den Boden nicht behindert werden.
Im Herbst können die unterirdischen Hülsen vorsichtig ausgegraben werden.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide Arten bevorzugen durchlässige Böden und ergänzen sich gut in der Bodenstruktur.
Die Erderbse (Vigna subterranea) gehört zur Familie der Hülsenfruchtgewächse (Fabaceae). In unserer Region wird sie laut Datenbestand in Österreich als heimisch geführt, wo sie bevorzugt an warmen und sonnigen Standorten wächst. Ein besonderes Merkmal ist die Geokarpie (unterirdische Fruchtreife): Die Blütenstiele krümmen sich nach der Befruchtung nach unten und schieben die Ansätze in die Erde. Morphologisch (gestaltlich) zeigt sie sich als krautige Pflanze mit einem kriechenden Wuchs, die dichte grüne Matten bilden kann.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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