Bild folgtKI-generierte IllustrationVinca herbacea
Auch bekannt als: Krautiges Immergrün
Unverwechselbar ist das Krautige Immergrün (Vinca herbacea) durch seine langen, am Boden liegenden Triebe und die violettblauen Blüten, die mit ihren fünf schief-eckigen Kronblättern an kleine Windräder erinnern. Da diese Art im Gegensatz zum Garten-Immergrün im Winter ihre Blätter verliert, ist sie eine ökologisch wertvolle Ergänzung für naturnahe Gärten in trockenen Regionen. Wenn du eine seltene, heimische Alternative für trockene Böschungen suchst, die sich unaufdringlich ausbreitet, ist diese Pflanze die richtige Wahl für dich.
Die pannonische Seltenheit: Ein robuster Bodendecker für heiße Sonnenplätze.
Da für diese spezifische Art aktuell keine detaillierten Beziehungsdaten zu Bestäubern oder Raupen vorliegen, lässt sich ihre ökologische Bedeutung vor allem durch ihre Standortspezialisierung definieren. Als Bewohnerin von Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) ist sie Teil einer hoch bedrohten Pflanzengemeinschaft. Durch ihren kriechenden Wuchs trägt sie zur Bodenfestigung bei und schützt empfindliche Magerböden vor Erosion. Im Garten fördert sie die Vielfalt, indem sie Nischen in extrem trockenen Bereichen besetzt, die für die meisten anderen heimischen Wildpflanzen zu heiß sind.
Das Krautige Immergrün ist nicht kindersicher. Wie bei allen Vertretern dieser Gattung sind alle Pflanzenteile giftig und enthalten Alkaloide, die bei Hautkontakt oder Verzehr gesundheitliche Probleme verursachen können. Trage beim Hantieren vorsichtshalber Handschuhe und achte darauf, dass keine Pflanzenteile in die Hände von Kindern oder das Maul von Haustieren gelangen.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Standort: Wähle einen vollsonnigen, warmen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Erde sollte gut durchlässig und eher trocken sein; Kalk im Boden wird sehr geschätzt.
Pflanzzeit: Du kannst die Pflanze im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen.
Wässerung: Nur in der Anwachsphase ist regelmäßiges Gießen nötig, danach übersteht sie Trockenperioden problemlos.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze im Spätherbst von selbst abstirbt und im Frühjahr neu austreibt.
Vermehrung: Die Art breitet sich über niederliegende Triebe aus, die an den Spitzen Wurzeln bilden können.
Düngung: Auf nährstoffarmen Böden fühlt sie sich am wohlsten; zusätzlicher Dünger ist meist kontraproduktiv.
Winter: Da sie eine krautige Pflanze ist, überwintert sie unterirdisch und benötigt keinen Frostschutz.
Kombinationsempfehlung: Als Partner eignen sich der Edel-Gamander (Teucrium chamaedrys) oder der Walliser Schwingel (Festuca valesiaca), da diese Arten in der Natur gemeinsam vorkommen und identische Ansprüche an Licht und Trockenheit haben.
Das Krautige Immergrün ist in der Region primär in Österreich heimisch, wo es als charakteristisches Element der pannonischen Flora gilt. Sein typischer Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte Gebüsche auf kalkhaltigen Böden. Morphologisch unterscheidet es sich von verwandten Arten dadurch, dass die Triebe nicht verholzen und die Pflanze im Winter oberirdisch vollständig einzieht. Die lanzettlichen Blätter sind am Rand fein bewimpert, was man bei genauem Hinsehen erkennen kann.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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