Bild folgtKI-generierte IllustrationViola alpestris
Schon von weitem fällt das Gebirgs-Stiefmütterchen (Viola alpestris) durch seine leuchtend gelben oder violett gezeichneten Blüten mit dem charakteristischen dunklen Gesicht auf. Als Bewohnerin karger Bergwiesen ist sie eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Falter wie den Großen Perlmuttfalter (Argynnis aglaja), dessen Raupen auf Veilchengewächse angewiesen sind. In deinem Naturgarten bringt sie die Robustheit der Alpen direkt ins Beet oder den Steingarten. Wenn du einen sonnigen, eher mageren Platz anbietest, wird sie dich jedes Jahr aufs Neue mit ihrer Blüte erfreuen.
Alpine Farbenpracht für magere Böden: Robust, ausdauernd und schmetterlingsnah.
Nach aktuellen Beobachtungen dient das Gebirgs-Stiefmütterchen als wichtige Nektarquelle für verschiedene Schmetterlinge der Bergregionen. Besonders hervorzuheben ist die Bedeutung als Raupenfutterpflanze für den Großen Perlmuttfalter (Argynnis aglaja) und verwandte Arten, die auf die Inhaltsstoffe der Veilchen angewiesen sind. Die Samen werden häufig von Ameisen verbreitet, die das nahrhafte Anhängsel der Samen fressen. In kargen Lagen bietet sie eine verlässliche Anlaufstelle für Insekten, wenn andere Wiesenblumen noch nicht blühen. Da die Pflanze ausdauernd wächst, bietet sie über Jahre hinweg eine stabile ökologische Nische.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 8), da die Pflanze viel Helligkeit gewohnt ist.
Der Boden sollte mager und nährstoffarm sein (Stickstoffzahl 2 bis 3).
Sie kommt mit mäßig feuchter Erde gut zurecht (Feuchtezahl 5).
Achte auf eine gute Durchlässigkeit, da sie Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) nicht verträgt.
Die beste Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Eine Düngung ist in der Regel nicht notwendig und schadet eher der Standfestigkeit.
Vermehrung erfolgt am einfachsten über die Selbstaussaat an zusagenden Stellen.
Ein Rückschnitt nach der Blüte ist nicht zwingend erforderlich.
Gute Partnerin: Das Borstgras (Nardus stricta) - beide teilen die Vorliebe für saure, magere Gebirgsböden und bilden eine natürliche Pflanzengemeinschaft.
Das Gebirgs-Stiefmütterchen gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) innerhalb der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). In unserer Region ist es vor allem in den österreichischen Alpen heimisch, wo es auf alpinen Rasen und in Felsspalten wächst. Die Pflanze ist ausdauernd und bildet kurze Ausläufer, was sie von den kurzlebigen Garten-Stiefmütterchen unterscheidet. Typisch sind die herzförmigen Blätter und die auffälligen, meist gelb dominierten Blüten mit einem kurzen Sporn.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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