Bild folgtKI-generierte IllustrationViola calcarata
Auch bekannt als: Gesporntes Stiefmütterchen, Langsporn-Veilchen
Schon von weitem faellt das Sporn-Stiefmütterchen durch seine auffällig großen Blüten mit dem namensgebenden, langen Sporn auf. Diese kleine Kostbarkeit ist ein Charakterkopf unserer Gebirgswelt und kommt in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf mageren Standorten vor. Da die Art auf der Roten Liste als selten (R) geführt wird, holst du dir eine echte botanische Besonderheit in deinen Garten. Die Pflanze lebt in Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (nützliche Bodenpilze, die Nährstoffe liefern). Mit dieser Wahl setzt du ein klares Zeichen für den Schutz gefährdeter Wildpflanzen. Du wirst sehen, wie diese alpine Schönheit deinen Garten bereichert.
Seltene Alpen-Schönheit: Schütze eine Raritaet der Roten Liste in deinem Garten.
Da dieses Veilchen auf der Roten Liste als selten (R) geführt wird, ist sein Anbau in deinem Garten ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Die Pflanze dient als wichtige genetische Reserve für unsere heimische Flora. Durch die Lebensgemeinschaft mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen fördert sie ein gesundes Bodenleben. Der tief sitzende Nektar in dem langen Sporn deutet darauf hin, dass die Pflanze eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten mit spezialisierten Mundwerkzeugen darstellt. Da keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, liegt der ökologische Schwerpunkt vor allem im Schutz einer gefährdeten Pflanzenart. Jedes Exemplar hilft, das Überleben dieser spezialisierten Alpenpflanze zu sichern.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.05 m
Das Sporn-Stiefmütterchen bevorzugt einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, was bedeutet, dass die Erde Feuchtigkeit halten muss, ohne dass Staunässe entsteht.
Da die Pflanze ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist, gedeiht sie am besten auf magerem Boden.
Verzichte bitte komplett auf Düngergaben, um den natürlichen Wuchs nicht zu beeinträchtigen.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Achte auf eine gute Drainage, damit die Wurzeln im Winter nicht durch zu viel Nässe Schaden nehmen.
Eine Vermehrung erfolgt meist unkompliziert über die Selbstaussaat der reifen Samenkapseln.
Da die Art Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft mit Pilzen) benötigt, ist ein gesunder, unbehandelter Boden entscheidend.
Als Begleitpflanze empfehle ich den Schaf-Schwingel (Festuca ovina).
Beide Arten teilen die Vorliebe für nährstoffarme, sonnige Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
So schaffst du ein kleines, stabiles Ökosystem nach dem Vorbild alpiner Rasengesellschaften.
Das Sporn-Stiefmütterchen (Viola calcarata) ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Veilchengewächse. Es ist in den Hochgebirgen der Alpen und des Juras beheimatet und besiedelt dort bevorzugt frische, aber nährstoffarme Standorte. Auffällig ist der morphologische Bau der Blüte: Der namensgebende Sporn ist meist länger als die Kelchblattanhängsel, was die Art von anderen Veilchen unterscheidet. Als Indigen (einheimisch) ist sie perfekt an die klimatischen Bedingungen der Region angepasst und gilt als charakteristisches Element der alpinen Flora.
2 Videos zu Sporn-Stiefmütterchen


•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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