Bild folgtKI-generierte IllustrationViola ruppii
Auch bekannt als: Viola ruppii
Wer das Graben-Veilchen (Viola ruppii) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Seine zarten, blassblauen bis weißlichen Blüten mit der feinen dunklen Äderung sitzen auf auffallend aufrechten Stängeln. Diese Art ist eine echte Spezialistin für feuchte Standorte und in der freien Natur in Deutschland und Österreich leider selten geworden. Mit einer Pflanzung in deinem Garten leistest du einen wertvollen Beitrag zum Erhalt dieser regionaltypischen Wildpflanze, die durch die Entwässerung von Wiesen bedroht ist. Die Blütezeit von Mai bis Juli stellt ein wichtiges Nahrungsangebot in feuchten Gartenbereichen dar. Wenn du eine feuchte Senke oder einen Teichrand besitzt, gibst du dieser Schönheit ein sicheres Zuhause.
Seltene Schönheit für nasse Füße: Schütze dieses Juwel unserer Feuchtwiesen.
Das Graben-Veilchen bietet nach aktuellen Bestäubungsdaten in den Monaten Mai bis Juli eine verlässliche Nahrungsquelle für die Insektenwelt feuchter Lebensräume. Da die Art in der freien Landschaft durch die Zerstörung von Feuchtgebieten stark zurückgegangen ist, dient dein Garten als wichtiger Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum für wandernde Arten). Die Pflanze trägt zur biologischen Vielfalt an Gewässerrändern bei. Die Samenreife im Spätsommer ermöglicht eine natürliche Selbstaussaat am passenden Standort. Da für diese spezifische Art keine weiteren Beziehungsdaten vorliegen, liegt ihr Hauptwert im Schutz und Erhalt einer gefährdeten heimischen Wildpflanze.
Das Graben-Veilchen gilt als nicht kindersicher. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren, da dies zu Unverträglichkeiten führen kann. Im Falle eines Falles ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz, idealerweise an einem Teichrand oder in einer feuchten Senke.
Der Boden muss dauerhaft feucht bis nass sein; Staunässe wird von dieser Art gut vertragen.
Achte auf ein eher nährstoffarmes Substrat, da das Graben-Veilchen sehr konkurrenzschwach ist.
Pflanzzeit Frühling: Setze die Jungpflanzen zwischen März und Mai in die Erde.
Pflanzzeit Herbst: Eine Pflanzung im September oder Oktober ist ebenfalls möglich, solange der Boden offen ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 15 bis 20 Zentimetern ein, damit sich die Horste gut entwickeln können.
Verzichte auf Düngergaben, um den natürlichen, kompakten Wuchs zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) – sie liebt die gleiche Feuchtigkeit und ergänzt das Veilchen ökologisch sowie optisch perfekt.
Das Graben-Veilchen (Viola ruppii) gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich beheimatet. Sein natürlicher Lebensraum sind Feuchtwiesen und Moorränder, also Standorte, die durch wechselnde Feuchtigkeit geprägt sind. Im Gegensatz zu vielen anderen Veilchen bildet es keine Ausläufer, sondern wächst horstig (in dichten Büscheln). Die Morphologie zeichnet sich durch schmale Blätter und einen aufrechten Wuchs aus, was es deutlich vom kriechenden Märzen-Veilchen unterscheidet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →