Bild folgtKI-generierte IllustrationViola hirta × odorata
Wer (Viola hirta × odorata) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit einer Wuchshöhe von nur 0,07 m und den charakteristischen, breitblättrigen Herzblättern ist sie ein unaufdringlicher, aber wertvoller Bodendecker. Diese natürliche Kreuzung ist für den Naturgarten besonders relevant, da sie bereits ab März blüht und damit eine der ersten Nahrungsquellen des Jahres bereitstellt. Die Pflanze ist in Deutschland heimisch und perfekt an unser Klima angepasst. Da sie sich über sehr leichte Samen selbst ausbreitet, schließt sie mit der Zeit kleine Lücken unter Deinen Gehölzen. Du machst hier alles richtig, wenn Du ihr einen Platz im Halbschatten gönnst, an dem sie ungestört verwildern darf.
Ein nur 7 Zentimeter kleiner Frühlingsbote für kalkreiche Gartenböden.
Nach aktuellen ökologischen Daten ist dieses Veilchen aufgrund seiner frühen Blütezeit von März bis Mai ein wichtiger Bestandteil des Vorfrühlings. Zu dieser Zeit ist das Angebot an Nahrung für die Insektenwelt noch sehr begrenzt. Die leichten Samen mit einem Gewicht von etwa 3,06 mg ermöglichen der Pflanze eine effiziente Fernausbreitung, wodurch sie neue Nischen im Garten besetzen kann. Die relativ große Blattfläche bietet zudem einen wichtigen Boden-Schutzraum für Kleinstlebewesen. Da sie mäßig warme Standorte bevorzugt, kommt sie gut mit den klimatischen Bedingungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zurecht.
Bitte achte darauf, dass dieses Veilchen als nicht kindersicher eingestuft wird. Da keine spezifischen Verzehrdaten für diese Hybride vorliegen, sollte ein direkter Kontakt oder Verzehr durch Kinder und Haustiere vermieden werden. Im Zweifelsfall ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.07 m
Wähle einen Standort im Halbschatten (Lichtwert 5), idealerweise am Rand von Hecken oder unter Laubbäumen.
Der Boden sollte frisch (Feuchtewert 4), also mäßig feucht sein und niemals ganz austrocknen.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) benötigt sie normalen Gartenboden ohne zusätzliche Düngergaben.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 7); bei Bedarf kannst Du etwas Gartenkalk einarbeiten.
Die Pflanze erreicht eine exakte Wuchshöhe von 0,07 m – setze sie daher nicht neben stark wuchernde Arten.
Pflanzzeit ist im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Da die Diasporen (Ausbreitungseinheiten der Samen) mit 3,0552 mg sehr leicht sind, erfolgt die Vermehrung oft über Wind oder kleine Tiere von selbst.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – sie hat ähnliche Ansprüche an kalkhaltige Böden und ergänzt das Veilchen farblich im Frühjahr.
Dieses Veilchen gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) und ist eine natürliche Hybride aus dem Rauhaarigen Veilchen (Viola hirta) und dem Duft-Veilchen (Viola odorata). Es ist in Deutschland beheimatet und besiedelt bevorzugt Standorte im Halbschatten auf kalkhaltigen Böden. Als krautige, nicht verholzte Pflanze zieht sie sich im Winter weitgehend zurück. Morphologisch auffällig ist die Kombination aus der geringen Höhe und der vergleichsweise großen Blattfläche von über 3500 mm², was sie zu einem effektiven Grundbesiedler macht.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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