Bild folgtKI-generierte IllustrationViola pinnata
Auch bekannt als: Viola pinnata
An den fiederteiligen Blättern, die tief in schmale Abschnitte eingeschnitten sind, lässt sich das Fieder-Veilchen (Viola pinnata) sofort erkennen. Mit ihrer Ansiedlung trägst du aktiv zum Erhalt einer spezialisierten Gebirgsart bei, die in natürlichen Felsfluren zu Hause ist. Obwohl keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, bereichert die frühe Blüte das Nahrungsangebot für die Insektenwelt in deinem Garten. Wenn du einen sonnigen Platz mit Kalkschotter hast, wird dieses kleine Veilchen bei dir ein dauerhaftes Zuhause finden.
Alpine Exzellenz: Das seltene Fieder-Veilchen veredelt jeden kalkreichen Steingarten.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten liegen für diese seltene Art keine spezifisch dokumentierten Beziehungen zu spezialisierten Insekten vor. Als Frühblüher stellt sie jedoch eine wichtige Ergänzung im Mosaik eines biodiversen Gartens dar, indem sie Nektar und Pollen in einer Zeit anbietet, in der das allgemeine Angebot noch begrenzt ist. Die Verbreitung der Samen erfolgt bei Veilchen häufig durch Ameisen, die den nahrhaften Anhang der Samen (Elaiosom) fressen und so die Ausbreitung im Garten unterstützen. Mit dem Anpflanzen dieser alpinen Art förderst du die floristische Vielfalt und bietest potenziellen Raupen von Perlmuttfaltern, die auf Veilchen spezialisiert sind, eine mögliche Futterquelle.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.09 m
Das Fieder-Veilchen benötigt einen vollsonnigen Standort, der seinen natürlichen Lebensraum im Gebirge nachahmt.
Der Boden muss zwingend kalkreich und sehr durchlässig sein; normaler Gartenboden sollte mit reichlich Kalksplitt oder Schotter abgemagert werden.
Staunässe (Wasserstau im Wurzelbereich) muss unbedingt vermieden werden, da die Wurzeln sonst faulen.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Da die Art konkurrenzschwach ist, solltest du sie nicht neben stark wuchernde Pflanzen setzen.
Eine Düngung ist in der Regel nicht notwendig, da sie an nährstoffarme Bedingungen angepasst ist.
Die Vermehrung erfolgt über Samen, die als Kaltkeimer eine Frostperiode benötigen, um im nächsten Jahr auszutreiben.
Gute Partnerin: Die Polster-Glockenblume (Campanula cochleariifolia) – beide Arten besiedeln ähnliche Kalkschutthalden und ergänzen sich hervorragend in einem naturnahen Steingarten.
Das Fieder-Veilchen (Viola pinnata) gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) innerhalb der Ordnung der Malpighienartigen. Seine natürliche Verbreitung in unserer Region konzentriert sich auf die kalkreichen Gebirgszüge Österreichs, wo es typischerweise in Felsspalten und auf Gesteinsschutt siedelt. Morphologisch (gestaltlich) unterscheidet es sich von fast allen anderen Veilchen durch seine namensgebenden, tief handförmig geteilten Grundblätter. Die Pflanze erreicht lediglich eine Höhe von 5 bis 10 Zentimetern und bildet im Gegensatz zu vielen Verwandten keine oberirdischen Ausläufer.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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