Bild folgtKI-generierte IllustrationViola reichenbachiana agg.
Du erkennst das Wald-Veilchen an seinen zarten, hellvioletten Blüten mit dem auffällig dunkelvioletten, ungefurchten Sporn (dem rückwärtigen Blütenfortsatz) und den herzförmigen Blättern. Als heimischer Waldbewohner bereichert es schattige Gartenbereiche und unterstützt die Bodenbiologie durch eine AM-Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft mit nützlichen Bodenpilzen). Es eignet sich hervorragend als ausdauernder Bodendecker unter Gehölzen und setzt im Frühjahr erste farbliche Akzente. Da es in Deutschland heimisch ist, fügt es sich perfekt in naturnahe Pflanzungen ein. Schau im Februar doch mal genauer hin, ob die ersten Blättchen unter dem alten Falllaub auftauchen.
Heimische Schattenkönigin mit wertvoller Pilz-Partnerschaft für gesunde Böden.
Nach aktuellen Daten geht das Wald-Veilchen eine AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze) ein. Diese Form der Symbiose (Lebensgemeinschaft zum gegenseitigen Vorteil) zwischen Pflanzenwurzel und Bodenpilzen verbessert die Nährstoffaufnahme und fördert die Widerstandsfähigkeit der Pflanze. Da für diese Art momentan keine spezifischen Bestäubungsdaten oder Raupen-Beziehungen vorliegen, ist ihre ökologische Funktion primär in der Stabilisierung der Bodenflora und der strukturellen Vielfalt schattiger Standorte zu sehen. Als heimische Art ist sie dennoch ein fester Bestandteil des regionalen Ökosystems.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Alpine
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.14 m
Wähle einen Standort im Halbschatten oder Schatten, der einem lichten Waldrand ähnelt.
Der Boden sollte frisch und humusreich sein; normale Gartenerde mit etwas beigemischtem Laubkompost ist ideal.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Achte auf eine gleichmäßige Feuchtigkeit, vermeide aber unbedingt Staunässe (stehendes Wasser), da dies die Wurzeln schädigt.
Eine Mulchschicht aus Laub im Herbst schützt die Pflanze und fördert das Bodenleben.
Da das Wald-Veilchen eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, solltest du auf mineralische Kunstdünger verzichten.
Die Vermehrung erfolgt meist ganz natürlich durch Selbstaussaat im Garten.
Gute Partnerin: Die Haselwurz (Asarum europaeum) – beide teilen die Vorliebe für schattige, humose Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend als heimische Bodendecker.
Das Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana agg.) ist eine in Deutschland heimische Wildpflanze, die typischerweise in Laubmischwäldern vorkommt. Es handelt sich um ein Aggregat (eine Gruppe eng verwandter Sippen), das sich durch einen markanten, dunklen Sporn auszeichnet, der dunkler als die restlichen Kronblätter gefärbt ist. Im Gegensatz zu manch anderen Arten bildet es keine Ausläufer, sondern wächst in kompakten Horsten (büscheligen Wuchsformen). Morphologisch auffällig sind zudem die lang gestielten, am Grund herzförmigen Laubblätter.
2 Videos zu Wald-Veilchen


•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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