Bild folgtKI-generierte IllustrationViola stagnina
Auch bekannt als: Viola persicifolia, Moorveilchen
Wer das Graben-Veilchen (Viola stagnina) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen blassvioletten bis fast weißen Blüten, die oft eine feine, dunkle Aderung aufweisen, wirkt es wie eine filigrane Skizze in der feuchten Wiese. Als stark gefährdete Art der Roten Liste (Stufe 2) holst du dir eine echte botanische Seltenheit in den Garten, die in der freien Natur aufgrund schwindender Lebensräume kaum noch zu finden ist. Da die Pflanze auf wechselfeuchte Bedingungen spezialisiert ist, leistest du mit ihrer Ansiedlung am Teichrand einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Probiere es einfach aus – diese indigenen (einheimischen) Pflanzen sind oft robuster als gedacht.
Botanische Rarität: Schütze das bedrohte Graben-Veilchen in deinem Garten.
Das Graben-Veilchen ist eine ökologische Besonderheit mit einer außergewöhnlich langen Blütezeit von Januar bis August. Da es auf der Roten Liste in Stufe 2 geführt wird, ist jeder Standort im Garten ein wertvoller Rückzugsort für die genetische Vielfalt dieser bedrohten Art. In feuchten Wiesenbiotopen dient es als wichtiger Baustein der heimischen Flora. Auch wenn spezifische Bestäubungsdaten für diese seltene Art in der Datenbank nicht vorliegen, bereichert sie durch ihre lange Präsenz das Nahrungsangebot an feuchten Standorten, an denen viele andere Pflanzen nicht überleben können.
Bitte beachte, dass das Graben-Veilchen als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gärten mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren solltest du einen Standort wählen, der nicht direkt am Spielbereich liegt. Ein achtsamer Umgang ist wie bei vielen Wildpflanzen ratsam.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jan – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Krautige Pflanze
Wähle einen hellen Platz im Halbschatten, um den natürlichen Bedürfnissen der Pflanze gerecht zu werden.
Der Boden sollte frisch bis mäßig feucht sein; der Ellenberg-Feuchtewert 8 deutet darauf hin, dass die Pflanze auch feuchtere Phasen am Teichrand liebt.
Nutze normalen Gartenboden (Mittelzehrer), da die Pflanze keine übermäßige Düngung benötigt.
Ein neutraler bis schwach saurer Boden (Reaktionswert 6) ist ideal für ein gesundes Wachstum.
Pflanze bevorzugt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Halte den Boden gleichmäßig feucht, besonders in trockenen Sommermonaten.
Da es eine krautige Pflanze ist, zieht sie sich im Winter in den Boden zurück; lass die Reste als Frostschutz einfach stehen.
Gute Partnerin: Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi) – beide gedeihen unter ähnlichen Feuchtigkeitsbedingungen und ergänzen sich optisch hervorragend.
Das Graben-Veilchen (Viola stagnina) gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze (nicht verholzend). Sein natürlicher Lebensraum umfasst nasse Wiesen und Gräben, die durch Entwässerung in Mitteleuropa stark zurückgegangen sind. Es ist als indigen (einheimisch) eingestuft und bevorzugt mäßig warme Lagen auf neutralen bis schwach sauren Böden. Morphologisch unterscheidet es sich von anderen Veilchen durch seine auffallend aufrechten Stängel und die schmalen, fast lanzettlichen Blätter.
3 Videos zu Graben-Veilchen



•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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