Bild folgtKI-generierte IllustrationViola tricolor
Auch bekannt als: Muttergottesschuh, Echtes Veilchen, pensée sauvage, Stiefmütterchen, Wildes Stiefmütterchen, Sand-Stiefmütterchen, Wild-Stiefmütterchen
Artengruppe
12
Arten
interagieren
13
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst das Wilde Stiefmütterchen (Viola tricolor) sofort an seinen markanten, dreifarbigen Blüten in Violett, Gelb und Weiß, die ein charakteristisches Gesichtsmuster tragen. Es ist für den Naturgarten von großem Wert, da es über fast sechs Monate hinweg eine verlässliche Nektarquelle bietet. Besonders langrüsselige Hummeln, wie die Gartenhummel (Bombus hortorum) oder die Ackerhummel (Bombus pascuorum), sind auf solche tiefen Blüten angewiesen. Wenn du einen sonnigen Platz mit normaler Gartenerde hast, holst du dir mit dieser Art einen charmanten und nützlichen Dauerblüher in den Garten. Du wirst sehen, wie dankbar die Pflanze auf ein wenig Aufmerksamkeit reagiert.
Dreifarbiger Dauerblüher: Die spezialisierte Hummel-Tankstelle von März bis August.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten liefert jede Blüte etwa 0,83 Mikroliter Nektar. Da die Kronröhre (der Kelchbereich) 15 Millimeter tief ist, ist die Pflanze eine spezialisierte Tankstelle für langrüsselige Arten. Zu den regelmäßigen Gästen zählen die Steinhummel (Bombus lapidarius), die Wiesenhummel (Bombus pratorum) und die Feldhummel (Bombus ruderatus). Auch die Kuckuckshummel (Bombus rupestris) wird hier fündig. Die lange Blütezeit von März bis August stellt sicher, dass über mehrere Insektengenerationen hinweg Nahrung zur Verfügung steht, was besonders in den trachtarmen Sommermonaten wichtig ist.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
2
Pollenwert
2
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.162 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Pflanze bevorzugt frische (mäßig feuchte) Erde und kommt mit normalem Gartenboden bestens zurecht.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden noch offen und nicht gefroren ist.
Pflege: Das Stiefmütterchen ist unkompliziert. Ein leichter Rückschnitt nach der ersten Hauptblüte kann die Bildung neuer Knospen anregen.
Vermehrung: Da es sich oft selbst versamt, wandert es gerne ein wenig durch den Garten und sucht sich seine Lieblingsplätze.
Kombinationsempfehlung: Eine wunderbare Partnerin ist die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen sich den Anspruch an einen sonnigen Standort und ergänzen sich optisch hervorragend in einer naturnahen Pflanzung.
Das Wilde Stiefmütterchen (Viola tricolor) ist ein Vertreter aus der Familie der Veilchengewächse (Violaceae). In unseren Breiten ist es indigen (einheimisch) oder als Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst Brachen, Äcker und Dünen, wobei es als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) gilt. Auffällig ist die morphologische Besonderheit der Kronröhre (der röhrenförmig verwachsene Teil der Blüte), die den Nektar für kurzrüsselige Insekten unerreichbar tief verbirgt.
3 Videos zu Wildes Stiefmütterchen (Artengruppe)
11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloRes_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →