Bild folgtKI-generierte IllustrationVipera ammodytes
Auch bekannt als: Europäische Hornotter, Europäische Hornviper, Europäische Sandotter, Sandviper
Die Hornviper (Vipera ammodytes) erreicht meist eine Länge von 60 bis 80 Zentimetern, trägt ein charakteristisches Horn auf der Schnauzenspitze und zeigt eine graue bis bräunliche Grundfärbung mit dunklem Zickzackband. In deinem Garten bevorzugt dieses wechselwarme (die Körpertemperatur der Umgebung anpassende) Reptil sonnige, trockene Standorte wie Steinmauern oder Geröllflächen. Die Tiere nutzen solche Strukturen als Rückzugsort und zur Thermoregulation (Regulierung der Körperwärme). Als Fleischfresser erbeutet die Schlange vor allem kleine Säugetiere, Eidechsen oder am Boden brütende Vögel. Tagsüber kannst du sie oft beim Sonnenbaden beobachten, wobei sie bei Störung meist ruhig flüchtet. Um den Artenschutz zu fördern, solltest du auf chemische Spritzmittel verzichten und Trockenmauern als Lebensraum erhalten. Den Winter verbringen diese Vipern in einer Winterstarre (ein Zustand stark verlangsamten Stoffwechsels) in tiefen, frostgeschützten Bodenspalten. Solche Quartiere werden oft über Jahre hinweg aufgesucht. Ein strukturreiches Umfeld bietet der geschützten Art wichtige Überlebensmöglichkeiten. Im Februar befinden sich die Tiere noch tief in ihrer Ruhephase.
Diese Schlange ist streng geschützt und darf weder gefangen noch gestört werden. Sie ist sehr giftig, weshalb bei einer Sichtung ein Sicherheitsabstand von mindestens zwei Metern einzuhalten ist. Ein eigenmächtiges Umsiedeln ist gefährlich und gesetzlich verboten.
Die Hornviper (Vipera ammodytes) gehört zur Familie der Vipern (Viperidae) innerhalb der Ordnung der Schuppenkriechtiere. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom südlichen Österreich über den Balkan bis nach Kleinasien. Als spezialisierter Bewohner von Karstlandschaften und Trockenhängen ist sie perfekt an steinige Habitate (Lebensräume) angepasst. Mit einer maximalen Länge von knapp 90 Zentimetern ist sie die größte Viper Mitteleuropas.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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