Bild folgtKI-generierte IllustrationVipera ursinii
Auch bekannt als: Karstotter, Spitzkopfotter, Ursinische Otter, Ursinische Viper, Wiesenotter
Die Wiesenotter (Vipera ursinii) ist die kleinste Giftschlange in unseren Breiten und zeichnet sich durch einen gedrungenen Körper mit grauer oder bräunlicher Färbung sowie einem dunklen Zickzackband auf dem Rücken aus. In Deinem Garten bevorzugt dieses Reptil trockene, sonnige Standorte mit ausreichenden Versteckmöglichkeiten. Als wechselwarmes (die Körpertemperatur an die Umgebung anpassendes) Tier ist sie vorwiegend tagaktiv (während des hellen Tages aktiv), um die Wärme der Sonne aufzunehmen. Ihre Nahrung besteht allgemein aus verschiedenen wirbellosen Tieren wie Insekten sowie kleinen Wirbeltieren. Den Winter verbringt sie in einer tiefen Winterstarre (ein Zustand, bei dem die Körpervorgänge bei Kälte stark verlangsamt werden) in frostfreien Quartieren unter der Erde. Wenn Du dieses seltene Tier unterstützen möchtest, kannst Du Trockenmauern oder Steinhaufen als Sonnenplätze und Unterschlupf anlegen. Ein naturnahes Umfeld ohne den Einsatz von Pestiziden (chemische Mittel zur Schädlingsbekämpfung) sichert ihr zudem eine ausreichende Nahrungsgrundlage. Da sie extrem scheu ist, flieht sie meist bei der kleinsten Erschütterung und ist daher nur selten zu beobachten.
Diese Schlange ist streng geschützt und darf weder gefangen noch verletzt oder eigenmächtig umgesiedelt werden. Obwohl sie giftig ist, verhält sie sich gegenüber Menschen sehr friedfertig und beißt nur bei extremer Bedrängnis zu. Im Falle eines Bisses sollte zur Sicherheit immer ein Arzt aufgesucht werden.
Die Wiesenotter (Vipera ursinii) gehört zur Familie der Vipern (Viperidae) und ist eine der seltensten Schlangenarten in Mitteleuropa. Sie erreicht meist nur eine Körperlänge von 40 bis 50 Zentimetern und bewohnt bevorzugt weite, strukturreiche Graslandschaften. Diese Art lebt streng terrestrisch (auf dem Boden lebend) und ist aufgrund von Lebensraumverlusten in vielen Regionen vom Aussterben bedroht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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