Bild folgtKI-generierte IllustrationViscaria alpina
Auch bekannt als: Viscaria alpina
An ihren leuchtend purpurrosa Blütenköpfen, die wie dichte Polster auf kurzen Stängeln sitzen, lässt sich die Alpen-Lichtnelke (Viscaria alpina) sofort erkennen. Diese kleine Gebirgspflanze ist eine Spezialistin für karge Standorte und bringt alpine Farbe in deinen Garten. Da sie in der Natur auf extreme Bedingungen spezialisiert ist, bereichert sie im Hausgarten vor allem Steingärten und Mauerkronen, wo andere Pflanzen längst aufgeben. Wenn du einen sonnigen, mageren Platz in deinem Garten hast, kannst du mit dieser robusten Art einen wertvollen Beitrag zum Erhalt alpiner Vielfalt leisten.
Die purpurrote Alpinkönigin: Ein robuster Farbtupfer für karge Steinlagen.
Als heimische Art der österreichischen Alpen ist die Pflanze ein wichtiger Bestandteil der regionalen Biodiversität. Sie besetzt ökologische Nischen an Standorten, die für viele andere Arten zu extrem sind. Ihre Blüten bieten Nektar für fliegende Insekten der Hochlagen, die auf solche spezialisierten Futterquellen angewiesen sind. Da sie polsterartig wächst, trägt sie zur Bodenfestigung in Steillagen bei und schützt das Kleinklima am Boden. Auch wenn für diese spezifische Art keine detaillierten Bestäuberdaten in unserer Datenbank vorliegen, ist sie als Gebirgspflanze ein wertvoller Baustein für vernetzte alpine Lebensräume im Garten.
Die Alpen-Lichtnelke wird als nicht kindersicher eingestuft. Du solltest daher darauf achten, dass keine Pflanzenteile von Kindern oder Haustieren verzehrt werden. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten besteht aufgrund ihres charakteristischen Wuchses und der speziellen Standortansprüche kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Sep
Wuchsform
Krautige Pflanze
Die Alpen-Lichtnelke benötigt einen vollsonnigen Platz auf durchlässigem, eher nährstoffarmem Boden. * Wähle einen Standort, der einem Urgesteinsgarten entspricht, da die Pflanze kalkempfindlich ist. * Der Boden sollte frisch bis mäßig trocken sein, Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) musst du unbedingt vermeiden. * Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist. * Da sie konkurrenzschwach ist, solltest du sie nicht neben stark wuchernde Arten setzen. * Eine Düngung ist nicht notwendig und würde der Pflanze eher schaden. * Vermehren lässt sie sich gut durch Aussaat im Frühjahr. * Gute Partnerin: Die Grasnelke (Armeria maritima) – beide teilen die Vorliebe für durchlässige, magere Böden und ergänzen sich optisch hervorragend in Steingartenanlagen.
Die Alpen-Lichtnelke gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) innerhalb der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales). In unserer Region ist sie als heimische Art in Österreich verbreitet, wo sie vor allem auf Silikatgestein und in alpinen Rasengesellschaften vorkommt. Typisch für diese mehrjährige Pflanze sind die grundständigen Blattrosetten aus schmalen, lanzettlichen Blättern. Sie ist an nährstoffarme, oft saure Bodenverhältnisse angepasst und zeigt eine hohe Frostresistenz.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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