Bild folgtKI-generierte IllustrationViscum album
Auch bekannt als: Tannenmistel, Weißbeerige Mistel, Mistel, Kiefernmistel, Laubholz-Mistel, Gui, Laubholzmistel, Weiße Mistel
Artengruppe
Unverwechselbar ist die Laubholz-Mistel (Viscum album) durch ihre kugelförmigen Büschel, die auch im tiefsten Winter leuchtend grün in den kahlen Baumkronen hängen. Du erkennst sie an ihren ledrigen, paarweise gegenüberstehenden Blättern und den gabelig verzweigten Zweigen. Als heimischer Halbschmarotzer – eine Pflanze, die zwar Photosynthese betreibt, aber Wasser und Mineralsalze von ihrem Wirtsbaum bezieht – bereichert sie die Biodiversität in den oberen Etagen deines Gartens. Da sie bereits ab Februar blüht, stellt sie ein wichtiges frühes Angebot in der Natur dar. Trau dich ruhig, diesen faszinierenden Überlebenskünstler in deinem Garten zuzulassen.
Frühaufsteherin im Baumwipfel: Die immergrüne Mistel blüht bereits ab Februar.
Nach aktuellen Daten blüht die Laubholz-Mistel bereits von Februar bis April und bietet damit eine der frühesten Nahrungsquellen im Gartenjahr. Da sie indigen ist, ist sie perfekt an die klimatischen Bedingungen in Mitteleuropa angepasst. Die klebrigen Beeren sind im Winter eine wichtige Ressource für die heimische Tierwelt, wenn andere Futterquellen knapp werden. Durch ihren Wuchs in den Baumkronen schafft sie zudem einen vertikalen Lebensraum, der in aufgeräumten Gärten oft fehlt. Auch wenn keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, macht ihre frühe Blütezeit sie ökologisch wertvoll.
Die Laubholz-Mistel (Viscum album) ist nicht kindersicher und wird als giftig eingestuft. Besonders die weißen Beeren können bei Verzehr zu Unwohlsein führen, weshalb im Garten mit Kindern Vorsicht geboten ist. Eine Verwechslungsgefahr mit anderen heimischen Arten besteht aufgrund ihres Standortes direkt auf Baumzweigen praktisch nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Feb – Apr
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.37 m
Standort: Die Mistel benötigt viel Licht und gedeiht am besten an sonnigen Plätzen in den Baumkronen.
Feuchtigkeit: Sie bevorzugt frische Bedingungen; den Wasserbedarf deckt sie direkt über den Wirtsbaum.
Boden: Da sie auf Bäumen lebt, ist der Boden des Wirtsbaums entscheidend; ideal ist ein Mittelzehrer (normaler Gartenboden).
Pflanzzeit: Du kannst die Samen im März bis Mai oder zwischen September und November aussäen, solange kein Frost herrscht.
Vermehrung: Drücke die reifen, klebrigen Beeren im Spätwinter direkt in kleine Rindenritzen auf der Oberseite junger Zweige.
Pflege: Ein Rückschnitt ist bei gesundem Wirtsbaum nicht notwendig, die Pflanze wächst sehr langsam.
Sicherheit: Beachte, dass die Mistel nicht kindersicher ist und alle Teile als giftig gelten.
Kombinations-Empfehlung: Ein idealer Partner ist der Apfelbaum (Malus domestica) – er bietet als heimischer Wirt die perfekte Grundlage und beide teilen die Vorliebe für sonnige, offene Standorte.
Die Laubholz-Mistel (Viscum album) ist eine ausdauernde, immergrüne Pflanze, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) vorkommt. Sie gehört zur Gruppe der Halbschmarotzer und besiedelt bevorzugt sonnige Standorte in den Kronen von Laubbäumen auf frischen (mäßig feuchten) Böden. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren kugeligen Wuchs und die charakteristische gelbgrüne Färbung der Triebe aus. In der regionalen Flora ist sie ein fester Bestandteil und gilt laut Roter Liste als ungefährdet.
1 Video zu Laubholz-Mistel (Artengruppe)

•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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