Bild folgtKI-generierte IllustrationVitis vulpina
Auch bekannt als: Winter-Rebe, Duft-Weinrebe
Unverwechselbar ist die Frost-Rebe (Vitis vulpina) durch ihre herzförmigen, tiefgrünen Blätter und den intensiven, fast veilchenartigen Duft ihrer kleinen Blüten im Frühsommer. In Deinem Garten dient sie als wüchsige Kletterkünstlerin, die dichte, grüne Wände bildet und damit wertvolle Versteckmöglichkeiten für die heimische Tierwelt schafft. Sie eignet sich ideal, um Pergolen oder Zäune schnell und dauerhaft zu begrünen. Achte lediglich darauf, ihr genügend Raum zur Entfaltung zu geben. Hast Du schon einen sonnigen Platz für diesen robusten Sichtschutz reserviert?
Frostharte Kletterkünstlerin mit betörendem Duft und dichtem Blätterdach.
Als heimische Wildart in Österreich erfüllt die Frost-Rebe wichtige strukturelle Aufgaben im Ökosystem Deines Gartens. Ihr dichtes Blattwerk bietet Vögeln geschützte Nistplätze und dient als sicheres Versteck vor Fressfeinden. Die im Spätsommer erscheinenden Beeren stellen eine natürliche Nahrungsquelle dar, die besonders nach den ersten Frösten an Bedeutung gewinnt. Durch ihre enorme Blattfläche trägt sie zur Verbesserung des Mikroklimas bei, indem sie im Sommer für Kühlung durch Verdunstung sorgt. Da keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, liegt ihr Hauptwert für die Biodiversität in der Schaffung von Lebensraum und als Rückzugsort in einer oft ausgeräumten Landschaft.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
11.76 m
Wähle einen Standort in der Sonne oder im Halbschatten, damit die Rebe ihre volle Wuchskraft entfalten kann.
Der Boden sollte nährstoffreich, tiefgründig und gleichmäßig feucht sein, ähnlich wie in ihren natürlichen Auwäldern.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) profitiert sie im zeitigen Frühjahr von einer Gabe Kompost.
Ein stabiles Klettergerüst ist zwingend erforderlich, da die Pflanze mehrere Meter Höhe erreichen kann.
Ein Rückschnitt im Spätwinter hilft dabei, die Wuchsform zu kontrollieren und altes Holz zu entfernen.
Die Vermehrung gelingt einfach über Steckhölzer (holzige Triebstücke), die im Winter geschnitten werden.
Gute Partnerin: Der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna) – beide Arten teilen die Vorliebe für nährstoffreiche Standorte und bilden gemeinsam ein nahezu undurchdringliches, wertvolles Vogelschutzgehölz.
Die Frost-Rebe (Vitis vulpina) gehört zur Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae) und ist in der Region Österreich heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind vor allem Auwälder (periodisch überflutete Wälder entlang von Flüssen), in denen sie als Liane (verholzende Kletterpflanze) an Bäumen emporwächst. Du erkennst sie an ihrer Borke, die sich im Alter in schmalen, langen Streifen vom Stamm löst. Die Blätter sind meist ungelappt oder nur leicht dreilappig und am Rand deutlich gesägt. Im Gegensatz zu vielen Kulturreben sind ihre Früchte klein, blauschwarz bereift und erst nach Frosteinwirkung genießbar.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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