Bild folgtKI-generierte IllustrationTephroseris longifolia
Auch bekannt als: Obir-Aschenkraut
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den leuchtend gelben Korbblüten und den oft spinnwebig behaarten Blättern lässt sich das Voralpen-Aschenkraut (Tephroseris longifolia) sofort erkennen. Diese seltene Wildpflanze ist ein wertvoller Baustein für naturnahe Gärten in höheren Lagen oder auf frischen Böden. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) finden hier eine wichtige Nahrungsquelle. Da die Pflanze in Deutschland und Österreich heimisch ist, unterstützt du mit ihr gezielt die regionale Artenvielfalt. Wenn du einen sonnigen Platz mit gutem Boden hast, ist dies die ideale Wahl für dich.
Bunte Scheckenfalter im Garten: Das Voralpen-Aschenkraut macht es möglich.
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Diese Pflanze ist eine spezialisierte Tankstelle für bedrohte Schmetterlingsarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) vom Nektarangebot. Auch für Wanderfalter wie den Amerikanischen Distelfalter (Vanessa virginiensis) stellt sie im Frühsommer eine wichtige Energiequelle dar. Durch die Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Pilz-Wurzel-Symbiose) verbessert die Pflanze zudem die Bodenstruktur und fördert ein gesundes Mikrobiom im Garten. Die Samenstände dienen im Herbst als Futter für verschiedene heimische Vogelarten.
Achtung, das Voralpen-Aschenkraut ist nicht kindersicher und sollte nicht verzehrt werden. Wie viele Korbblütler kann es Inhaltsstoffe enthalten, die bei Kontakt oder Verzehr problematisch sind. In Gärten mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren ist daher Vorsicht geboten oder ein Standort im Hintergrund des Beetes zu wählen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Das Voralpen-Aschenkraut bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit frischem Boden. Achte darauf, dass die Erde nährstoffreich und nicht zu trocken ist. Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist. In der Pflege ist die Art anspruchslos, solange der Wasserhaushalt stimmt. Eine Vermehrung erfolgt am besten über die Aussaat der Samen im Spätsommer. Da die Pflanze eine Symbiose mit Bodenpilzen eingeht, solltest du auf mineralischen Dünger verzichten. Ein Rückschnitt nach der Blüte im Juli verhindert die Selbstaussaat, falls dies im Garten nicht erwünscht ist. * Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – beide Arten teilen sich ähnliche Standorte und bieten Schmetterlingen eine lückenlose Nektarfolge.
Das Voralpen-Aschenkraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eng mit den Greiskräutern verwandt. In der Natur findet man es vor allem in Deutschland und Österreich auf Bergwiesen oder an Waldrändern. Charakteristisch ist die grundständige Blattrosette, aus der im Frühling der blütentragende Stängel emporwächst. Die Pflanze lebt in einer Symbiose mit AM-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die im Boden das Wurzelwachstum und die Nährstoffaufnahme fördern.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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